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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Osteuropäischer Geigenzauber


Das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) setzt seinen 5. Zyklus unter das Thema «Orchesterzauber». Premiere war in Aarau.

 
(Mittellandzeitung, Verena Naegele, 20.05.2008)
 

Mit «Orchesterzauber» ist der fünfte Saisonzyklus des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO) überschrieben, der am Sonntag im Kultur- und Kongresshaus Aarau zu hören war. Angesichts des gewichtigen, klangwuchtigen Programms mit Werken osteuropäischer Komponisten wohl ein etwas zu wenig präzises Motto. Die plakativen Polowetzer-Tänze von Alexander Borodin, die das Schlussfeuerwerk bildeten, subsummierten den Abend als Konzert gespickt mit Dramatik und Verve.

Man war gespannt, wie der ach so trockene KuK-Saal die für das ASO riesige Besetzung mit zehn ersten Geigen, grossem Schlagwerk, Orchesterklavier und Celesta wohl «aushalten» würde. Und man staunte schon beim Eintreten nicht schlecht: Anstelle der Publikumstribünenwand, die «Theaterbestuhlung» signalisiert, überblickte man den ganzen Saal in seiner strahlenden Gediegenheit. Die ASO-Verantwortlichen wagten die Konzertbestuhlung, weil dank den wachsenden Publikumszahlen so mehr Zuhörer Platz finden, wie Trägervereinspräsident Jürg Schärer erläuterte.

Ein anderer Vorteil ist allerdings auch die veränderte Akustik, der Klang kann sich besser im Saal ausbreiten und solch gross besetzte Werke werden dadurch eigentlich erst möglich. Allerdings bleibt ein Ungleichgewicht, macht doch in den ersten Reihen der das Publikum geradezu «anspringende» Direktschall jede Ungenauigkeit des Orchesters überdeutlich hörbar. Besser ist es in den hinteren Regionen, wo die von Chefdirigent Douglas Bostock besonders gepflegte Dramatik und Prägnanz gut zum Tragen kommt. Hier wurden die Polowetzer-Tänze dank dem gross aufspielenden ASO zu dem, was sie sein wollen, zur mitreissenden tänzerischen Wucht.

Noch etwas war neu, denn das ASO spielte zum ersten Mal mit seinem eben gewählten Konzertmeister Ulrich Poschner. In Dvoraks eingangs gespieltem Scherzo capriccioso op. 66 gab er eine erste Visitenkarte ab. Wurden die kontrapunktisch vertrackten Hauptsatzteile vom Orchester auch noch nicht ganz präzise gespielt, so gefiel der wiegende, von den Streichern unter Führung Poschners kantabel gespielte Walzer umso mehr. In der Tanz-Suite von Bartok, die den zweiten Konzertteil eröffnete, wusste das ASO die in den sechs Sätzen exponierten südosteuropäischen und vorderasiatischen Volksmusik-Idiome schön vorzustellen.

Aber eigentlich gehörte dieser Abend dem Solisten Raphael Oleg, der das Violinkonzert D-Dur op. 35 von Tschaikowsky spielte. Dass er nicht umsonst zu den gefeierten Violincracks zählt, wurde schnell klar. Mit seinem präzisen und virtuosen Spiel, mit Springbogen, Pizzicati neben wirbelnden Läufen, sonorer Tiefe und wendiger silbern klingender Höhe machte er vergessen, das dass Werk einst von Leopold Auer als unspielbar zurückgewiesen wurde. Oleg konnte sich dank der sehr zurückhaltenden Begleitung durch Bostock voll entfalten. Schmelzend die «con Sordine» zu spielende sehnsuchtsvolle Canzonetta des Mittelsatzes, filigran die als Zugabe gespielte Allemande von Bach. Oleg machte so den Abend zum «Geigenzauber im neuen Konzertsaal des KuK».

 

Weitere Konzerte:

Heute 20 Uhr in Aarau, 21. Mai, 20 Uhr in Baden, 23. Mai, 20 Uhr in Wohlen. Musikwissenschafterin Verena Naegele vertritt unseren erkrankten Rezensenten

 

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