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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Ein Konzert voller Wohlklang und Feuer

Das Aargauer Symphonie Orchester spielte Musik aus der Romantik

 

Ein fast voll besetzter Stadtsaal, ein gut disponiertes Orchester, ein begeistertes Publikum - mit dem Konzert «Zauber der Romantik» des Aargauer Symphonie Orchesters ASO unter der Leitung von Douglas Bostock hat die Musik- und Theaterkommission Zofingen einen Volltreffer gelandet.

 

(Mittellandzeitung, Adelheid Aregger, 15.03.2008)

 

Es herrschte ein Chaos rings um den Zofinger Stadtsaal. Jedes noch so kleine Plätzchen war mit Fahrzeugen überstellt, verschiedenste Autonummern waren auszumachen, aber kein Car, wie das üblich ist bei musikalischen oder Theater-Anlässen im Stadtsaal. Mitglieder des ASO waren also als Individualisten hergereist, aber vom ersten Ton an erwiesen sie sich als ein einziger homogener Klangkörper. Sie bevölkerten die Bühne bis zur vordersten Kante, waren sozusagen in Berührungsdistanz zu den Konzertbesuchern der ersten Stuhlreihe, von wo aus jede Mimik der ersten Geiger, jede Fingerbewegung der Harfenistin zu erkennen war.

 

Tragik perfekt vermittelt

Markant, rasssig und zügig beginnt die Tragische Ouvertüre, op. 81 von Johannes Brahms, die das ASO zum Gedenken seines 175. Geburtstages am 7. Mai gewählt hat. Wie ein roter Faden zieht sich das Hauptthema durch die Komposition, wird von verschiedenen Instrumenten aufgenommen, ändert die Klangfarbe, wird abgewandelt in andere Tonarten und behauptet sich in all den Varianten bis zum Schluss. Dem ASO gelingt es, die Tragik des Stückes zu vermitteln: im stürmischen Aufbegehren und kriegerischen Trotz oder in einer sanften Resignation.

Ohne den Titel des Konzertes und den Komponisten zu kennen, würde man sich beim «Adagio für Streicher, op. 11» von Samuel Barber (1919-1981) auf moderne Musik gefasst machen, würde sich wappnen für Disharmonien und entfremdete Töne. Doch sehr fein und melodiös kommt das Stück von der Bühne, von der sich Bläser und Schlagzeug verabschiedet haben. Wohltuend für Ohr und Gemüt schwingen sich Melodienbögen in den Saal, verwirren und entwirren sich, finden zu einem intensiven Chorklang und lassen das Adagio andächtig und fast traurig ausklingen.

 

Wunderschönes Harfen-Intermezzo

Nicht nur schön zu hören, auch lustvoll zu betrachten sind die graziösen Bewegungen der Arme, Hände und Finger von Lea Magdalena Knecht, die zusammen mit dem Streichorchester die «Danse sacrée» und die «Danse profane» von Claude Debussy interpretiert. Bald warm und dunkel perlend, bald klirrend wie Glas dominieren die Harfentöne das Streicherensemble, das sich im Rhythmus des Tanzes bewegt und zu einem triumphierenden Finale findet. Blumen für die Harfenistin schliessen diesen ersten Konzertteil, und sie bedankt sich mit zwei Solo-Zugaben: «Ruhe» und «Rêverie» von Alphons Hasselmans.

 

Klingendes Bilderbuch

Die Stunde nach der Pause gehört Robert Schumanns Symphonie Nr. 4, d- Moll, op. 120 mit den Sätzen «Ziemlich langsam, lebhaft - Romanze, ziemlich langsam - Scherzo, lebhaft - Langsam, lebhaft». Sehr farbig instrumentiert, entfaltet sich die Komposition unter Douglas Bostock zu einem klingenden Bilderbuch. Elegant und dezidiert leitet er sein Ensemble, winkt den Klarinetten energisch zum Einsatz oder hält abwehrend die Hand, um ein Register zurückzubinden, und tänzelt selber mit, wenn ihn der Dreivierteltakt inspiriert.

Wie ein Spaziergang oder eine Wanderung wirkt das Musizieren des grossen Orchesters, das seine Schrittarten abrupt wechselt, in militärischem Tempo vorwärtsstürmt, langsam und leicht dahinschlendert oder beschwingt und locker dahineilt. Das romantische Konzert voller Feuer und Wohlklang erhielt seinen Lohn durch brausenden Beifall, und das Publikum durfte als Dessert den 5. Romantischen Tanz von Johannes Brahms geniessen.

 

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