Eine aussergewöhnliche Musikstunde Das Aargauer Symphonie Orchester hat Schülern in einem Workshop klassische Musik nähergebracht. (Mittellandzeitung, Tabloid, Deborah Balmer, 21.01.2008)
Klassische Musik gefällt auch den ganz Jungen: Um die 250 Kinder und Jugendliche haben am vergangenen Freitag im Gemeindesaal in Buchs eine Orchesterprobe hautnah miterlebt. «Nicht oft im Leben habt ihr die Möglichkeit, in einem Orchester zu sitzen - nicht als Zuschauer, sondern mittendrin», begrüsst der Chefdirigent des Aargauer Symphonie Orchesters (ASO), Douglas Bostock, die Schüler. Und stellt sein Orchester vor: 40 Musikerinnen und Musiker und ihre Hörner, Trompeten, Posaunen und Flöten, Fagotte und Kontrabasse. Das Orchester beginnt zu spielen. Im ersten Satz wird der Held der Geschichte vorgestellt: Pulcinella, ein Narr. Und dann seine Freundin. Jetzt spielt hauptsächlich die Oboe und die erste Geige. «Man hört, wie schön sie ist», erklärt der Dirigent. Im Rahmen eines Workshops haben sich Schüler aus verschiedenen Gemeinden des Kantons von der ersten Klasse bis zur zweiten Oberstufe längere Zeit mit der Pulcinella-Suite von Igor Strawinsky auseinandergesetzt: ASO-Musiker hatten die Klassen als Göttis besucht und das Werk von verschiedenen Seiten beleuchtet. Zudem studierten die Klassen eine Choreografie ein und übten das Lied «Narren sollen leben». «Kinder, jetzt müsst ihr den Sicherheitsgurt anziehen!», warnt der Dirigent. Es folgt ein schneller Tanz. Die Schüler lauschen der Musik und werfen bewundernde Blicke auf die Instrumente. Eigentlich hören sie ja Hip-Hop und DJ BoBo. Doch die Probe des Aargauer Symphonie Orchesters habe ihnen sehr gut gefallen, bemerken die Zweitklässer Lars, Tim und David aus Rupperswil. «Am schönsten klang die Querflöte», sagt einer. «Und das Fagott mag ich, weil es so gross ist und viele Tasten besitzt.» «Ich sass direkt neben dem Kontrabass», erzählt ein anderer Junge. Aber nicht nur die Kinder loben das Orchester. Auch der Dirigent Douglas Bostock machte den Kindern Komplimente: «Euer Lied habt ihr toll gesungen - das war jetzt ein richtig kleines Konzert». Und zum Schluss stellt er die (fast) rhetorische Frage: «Das macht doch mehr Spass als in der Schule?» «Jaaa!» klingt es im Chor.
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