«Gänsehaut-Faktor» für alle Kinder und Jugendlichen BADEN Instrumentalunterricht an der Primarschule und die Besserstellung der Instrumentallehrpersonen – Forderungen am «Tag der Musik» (Sonntag, Fränzi Zulauf, 23.09.2007) «Es ist immer das Gleiche, man spricht vor dem falschen Publikum», erklärte Publizist und Philosoph Ludwig Hasler. «Die Rede über den Frieden hält man den Friedfertigen, jene über den Wert der Musik vor Menschen, welche die Musik schätzen und fördern.» Am gestrigen «Tag der Musik», der im ganzen Kanton seinen Widerhall fand, sprach Ludwig Hasler an der Hauptveranstaltung in Baden. Dass Musik unter anderem hilft, Aggressionen abzubauen und sogar «intelligenter» macht, ist mittlerweile bekannt. Entscheidend sei jedoch der «Gänsehaut-Faktor» hielt Ludwig Hasler fest. Musik berühre, erziehe, bilde die Seele. «Musik legt die innere Partitur an, was für Heranwachsende von grösster Bedeutung ist.» Mit seinem hervorragenden Referat lieferte der Philosoph der Organisatorin des «Tages der Musik», der Koordination Musikbildung Aargau (KMA), gewissermassen ein breitgefächertes Argumentarium für die aktuellen politischen Bestrebungen. Denn die KMA stellte gestern auch ihre Forderungen vor: «Das Freifach Instrumentalunterricht wird vom Kanton Aargau auch an der Primarschule angeboten» und «Instrumentallehrpersonen der Volksschule werden analog der übrigen Lehrerschaft einheitlich und kantonal besoldet.» Anliegen, die natürlich von Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi, als Präsidentin der «Musikinitiative», mit Freude zur Kenntnis genommen wurden. Sie erklärte: «Musik fördert Fähigkeiten wie Fleiss, Durchhaltewillen, Offenheit, und Sozialkompetenz.» Dieser Meinung war auch Regierungsrat Rainer Huber: «Musik und Bildung gehören zusammen.» Hätte man noch jemanden vom Wert der Musik überzeugen müssen, hätten dies das Siggenthaler Jugendorchester, das Aargauer Symphonie-Orchester, die Jugendmusik Baden und die Big Band der Musikschule Baden mit Leichtigkeit beziehungsweise «spielend» getan. << Zurück |