HOME | PRESSE | SPONSORING | STELLEN | KONTAKT | ASO INTERN 
Home
Home
Pressespiegel 2012/2013
Archiv Pressespiegel
Archiv Presse 2011/2012
Archiv Presse 2010/2011
Archiv Presse 2009/2010
Archiv Presse 2008/2009
Archiv Presse 2007/2008
22.05.2008
20.05.2008
16.05.2008
02.05.2008
29.03.2008
15.03.2008
23.08.2006
04.03.2008
23.01.2008
18.09.2007 Baden
22.01.2008
21.01.2008
03.01.2008
18.12.2007
17.12.2007
07.12.2007
06.12.2007
13.11.2007
23.09.2007
21.09.2007
18.09.2007
14.09.2007
13.09.2007
13.09.2007 Aarg. Rundschau
Archiv Presse 2006/2007
Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Herbstliche Nordlandreise 

 

Mit einer brillant geleiteten Reise eröffnete das Aargauer Symphonie-Orchester die Saison.

 

(Aargauer Zeitung, Walter Labhart, 18.09.2007)


Der in aller Welt gastierende Chefdirigent des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO), der Brite Douglas Bostock, ist mit Musik aus dem Norden Europas genauso vertraut wie mit den klassisch-romantischen Meisterwerken, mit französischen Raritäten oder mit dem tschechischen Repertoire, das zu seinen Spezialitäten zählt - dies bewies das ausverkaufte Eröffnungskonzert der neuen Saison am Sonntag im Aarauer Kultur- und Kongresshaus nachdrücklich. Unter dem Motto «Nordische Klänge» luden Dirigent und Orchester zu einer originell konzipierten, höchst abwechslungsreichen Reise ein.

Sie führte erst mit «Variations and Fugue on a Theme of Purcell» - besser bekannt als «The Young Person’s Guide to the Orchestra» - des Engländers Benjamin Britten in die Welt der Musikinstrumente und des Orchesters ein, erreichte ihren Höhepunkt in Norwegen im Klavierkonzert a-Moll von Edvard Grieg, legte mit «Summer Evening» des deutsch-englischen Klangzauberers Frederick Delius eine von mildem Spätsommerlicht überstrahlte Pause ein und endete mit der 3. Sinfonie C-Dur von Jean Sibelius in Finnland.

Diese weiträumige Reise durch grundverschiedene Musikkulturen war mit manchem Stilwechsel verbunden, der viel Flexibilität in der klanglichen Gestaltung und vor allem in der orchestralen Wiedergabe von sehr unterschiedlichen Mentalitäten erforderte. Als sei das ASO ständig in fremden Ländern unterwegs und von deren Musik umgeben, meisterte es die entsprechenden Tücken mit verblüffender stilistischer Sicherheit.

In Brittens genialem Mix von absoluter Musik und instruktivem Instrumentenführer erzielte Douglas Bostock mit dem ASO eine didaktische Anschaulichkeit, die dem reinen Musikgenuss keineswegs im Wege stand. Das klangliche Resultat war umso befriedigender, als Brittens pädagogische Absichten letztlich nur die Grundlage zu einer unterhaltsamen Komposition von packender Erfindungsfrische bildete. Wie sich die Musiker des ASO ins Zeug legten, um etwa die Kontraste von geräuschhaften, dynamisch nuancierten Dreiklangumspielungen des Schlagwerks (Thema E) und kompaktem, strahlendem Bläserklang (Variation L) präzise herauszuarbeiten, beeindruckte ebenso wie die instrumentale Brillanz der abschliessenden Fuge.

Noch mehr hingerissen war das Publikum von der in jeder Hinsicht exemplarischen Interpretation von Griegs Klavierkonzert. Als Garant für meisterhaftes Klavierspiel, das sich durch tiefgründige Musikalität, delikaten Anschlag und nie zum Selbstzweck degradierte Virtuosität auszeichnet, präsentierte sich Karl-Andreas Kolly in Hochform. Wie er zwischen heroischem Pathos, lyrischem Klangschmelz und brillant formulierter Volkstanzfröhlichkeit flink abwechselte, ohne den Blick auf das Ganze zu verlieren, prägte sich besonders stark ein.

Möglicherweise von seiner Vertragsverlängerung als Chefdirigent des ASO beflügelt, verwandelte Douglas Bostock den «Summer Evening» von Delius in ein Stimmungsbild von unbeschreiblichem atmosphärischem Zauber. Der vor hundert Jahren uraufgeführten 3. Sinfonie von Sibelius verlieh das Orchester, indem es die klassizistische Architektonik klar herausmeisselte, abschliessend viel Würde und Grösse.

 

<< Zurück 

 

 

 

Sitemap anzeigenStichwortsuche