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«Klasse statt Masse»

 

Oper Hallwyl «Die Schöne von Perth» wird in Zeitungen von St. Gallen bis Bern gelobt - kritisch war der «Blick».

 

Christian Berzins (08.08.2006)
Gross war in den vergangenen Tagen das Interesse der Schweizer Tageszeitungen an der Aufführung von Georges Bizets «Die Schöne von Perth» auf Schloss Hallwyl. Überaus erfreulich für die Beteiligten und auch für den Kanton Aargau ist der Umstand, dass fast alle Kritiken positiv sind.

 

Tobias Gerosa schrieb im «Bund» und im «St.Galler Tagblatt» von einer stimmungsvollen und ambitionierten Aufführung. Entstanden sei ein wohltuend schlichter, auf die Oper konzentrierter Anlass und nicht in erster Linie ein «Event». Auch das Orchester kommt gut weg: «Das Aargauer Symphonie Orchester . . . liefert einen erfreulich präsenten Klang. Chefdirigent Douglas Bostock lässt bei eher gemütlichen Tempi trocken und rhythmisch pointiert spielen und hält auch ohne direkten Kontakt zu den Sängern die Fäden abgesehen von wenigen Wacklern sicher in den Händen. Dass er mehr auf Stimmung denn Dramatik setzt, kommt der eher leichtstimmigen Besetzung und dem zwanzigköpfigen Chor entgegen.» Zusammenfassend meint Gerosa, dass sich Hallwyl im umkämpften Festivalmarkt bald einen festen Platz erobern könnte.

 

Die meisten Kritiker erfreute das Hallwyler Ambiente. Willi Bürgi in der «Luzerner Zeitung» schwärmt von der einfachen Plattform vor den malerischen Schlossmauern und lobt die fantasievolle Ausstattung.

 

Etwas spät, aber dann umso jubelnder erschien die Kritik in der «NZZ» unter dem Titel «Opernschmaus im Wasserschloss» auf der Seite «Vermischte Meldungen». Chris toph Ballmer lobt darin die Arbeit von Regisseur Peter Schweiger: Er habe das heitere Spiel um Liebe, Verrat und Leidenschaft augenzwinkernd und genüsslich in die Gegenwart transferiert. «Das Bühnenbild von Ueli Binggeli und Simone Baumberger ist wohltuend schlicht und hat mit den Lichtsäulen . . . effektvolle Momente. Ein Genuss fürs Auge sind auch die Kostüme von Bernhard Duss, die im Maskenball zu bezaubernden Phantasiegebilden heranwachsen.» Die musikalische Umsetzung wird auch hier positiv hervorgehoben: «Das Aargauer Symphonie Orchester unter seinem Chefdirigenten Douglas Bostock weiss Bizets schillernde Partitur in kraftvollen Farben, die attraktive Mischung von französischer Grand Opéra, Verdischer Italianità und operettenhafter Spritzigkeit wirkungsvoll und präzise nachzuzeichnen.» Fazit der «NZZ»: «Klasse statt Masse.»

 

Wenig begeistert war David Werner im «Blick» und titelte: «Schön und langweilig». Das Ambiente sei märchenhaft, die Inszenierung enttäuschend, die deutsche Übersetzung gar holprig. Musikalisch verliere die Aufführung unter der Leitung von Douglas Bostock öfters den Schwung, stimmlich seien nicht alle der jungen Darsteller den Anforderungen gewachsen. Etwas enttäuschend sei auch die ideenlose Regie von Peter Schweiger: Es passiere einfach zu wenig auf der Bühne. Fazit: «Mehr Bewegung, mehr Temperament, mehr Spielwitz wären nötig gewesen, um der märchenhaften Atmosphäre von Schloss Hallwyl gerecht zu werden.»

 

Konrad Rudolf Lienert meint im «Tages-Anzeiger» auch, dass die erhöhte Lage des Orchesters die enge Verbindung zwischen Singstimmen und Instrumentalklang zuweilen schwierig mache und die Präzision darunter leide. Und auch die Umsetzung des komplizierten Plots sei schwer nachvollziehbar, ja die Verknappung der Sprache habe ihn nicht kantabler werden lassen. Peter Schweiger sei mit dem Versuch, die Geschichte in die Gegenwart zu setzen, an Grenzen gestossen. Gelobt werden das Aargauer Symphonieorchester und der Chor: Unter Douglas Bostock spiele es sauber, klar konturiert.

 

Die Schöne von Perth Oper auf Schloss Hallwyl. Bis 19. August finden noch neun Vorstellungen statt (ohne Verschiebedaten). Karten über Telefon 0848 000 410.


 

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