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«Wir wollen in Baden eine stärkere Präsenz haben»


Baden Das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) lud zum Tag der offenen Tür auf den Strassen und im Trafo: Über 60 Laien durften im Profi-Orchester sitzen und spielen.

 

Elisabeth Feller (MZ 18.09.2006)
«Classic goes public»: Nach Aarau lud das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) nun auch in Baden zum Tag der offenen Tür - mit durchschlagendem Erfolg, denn die unausgesprochene, aber spürbare ASO-Botschaft (frei nach Kennedy) gefiel: «Wir sind auch Badener».

ASO-Chefdirigent Douglas Bostock weiss: Das Klassik-Publikum muss heiss und innig umworben werden. Nachdem schon einem ersten Tag der offenen Tür in Aarau Erfolg beschieden war, wurde nun Baden beehrt. Mit gutem Grund, wie der ASO-Chef betonte: «Wir wollen Barrieren abbauen und das Orchester hier noch bekannter machen.» Schliesslich geniesst das kräftig Aufwind verspürende ASO in der Trafo-Halle Heimatrecht. Doch wie vielen ist dieser Umstand wirklich präsent?

 

Weitere Energiequelle angezapft

 

Genau das ist der springende Punkt, weshalb nun auch in Baden die ASO-Tür weit geöffnet wurde. «Classic goes public» nahmen die in festliches Schwarz gekleideten Musikerinnen und Musiker wörtlich. Bereits am Morgen stellten sie ihre Notenständer am Cordulaplatz, in der Weiten Gasse und der Badstrasse auf und begannen mitten unterm Publikum zu spielen: Sei es stark applaudierte Bläsermusik oder - ungeachtet der «Phonkulisse» in der Badstrasse - Mozarts filigranes Klarinetten-Quintett. «Schön klingt das», sagte eine Dame, die ihre Geschäftigkeit zunächst nicht unterbrechen wollte, dann aber doch stehen blieb. So wie ihr ging es an diesem, anfänglich noch neblig verhangenen Samstagmorgen vielen Menschen.

 

Sie waren am Einkaufen, strebten dem Markt oder einem Café zu - und bekamen damit zwanglos mit, dass sich Baden verändert hatte. Immer mehr wagten sich zum Info-Stand des ASO an der Badstrasse, liessen sich Prospekte geben oder kamen mit Bostock ins lockere Gespräch. Der rührige Chefdirigent musste an diesem Tag wohl noch eine weitere, bis anhin unentdeckt gebliebene Energiequelle angezapft haben. Wie sonst hätte er sich jene Frische erwerben und behalten können, welche für die drei Proben im Trafo-Saal unabdingbar waren?

 

primär ein «positives erlebnis»

 

Ungewöhnlich war der Anblick des nahezu verdoppelten Orchesters. Das mit rund 60 Musikern besetzte ASO hatte beinah ebenso viele Zuzüger aus dem Kanton bekommen: Lauter musikbegeisterte Laien, die das «Feeling» in einem Profi-Orchester erleben wollten (siehe Artikel links und rechts). Ob erste oder zweite Violinen; Celli oder Kontrabässe; Flöte oder Klarinette - der Klangkörper war unüblich stark besetzt. Wer sich gemeldet hatte, durfte neben einer «Patin» oder einem «Paten» im Orchester Einsitz nehmen und mitspielen bei Schuberts Unvollendeter, Tschaikowskys «Marche Slave sowie «Scarborough Fair», der Bearbeitung eines Simon-&-Garfunkel-Hits.

 

Viele Neugierige hatten den Trafo-Saal aufgesucht, um hinters Geheimnis des «Musikmachens» zu kommen. Schon im Vorfeld hatte Bostock betont, dass die drei, je 45-minütigen Proben primär eines vermitteln wollten: «Ein positives Erlebnis.» Als es Ernst galt, wandte sich der Dirigent ans Orchester, verwies eloquent auf das Besondere von Schuberts Unvollendeter, hob den Taktstock und, Chapeau: «Es» klang! «Es», diese raunenden, noch etwas zögerlich gespielten Streicherfigurationen. Dank Bostocks Ansporn aber gelang dann das, was als Schubert-Wunder so definiert ist: Die Verquickung von Melodie, Harmonie, Rhythmus, Dynamik und Klangfarbe. Die anfängliche Scheu verlor sich rasch; dergestalt, dass Douglas Bostock am Ende lobte: «So vollendet war die ‹Unvollendete› noch nie.»

 


Das Aargauer Symphonie-Orchester

 

Das ASO prägt das Schweizer Musikleben seit 1963 - mit wachsender Ausstrahlung über die Landesgrenzen hinaus. Das 59-köpfige, primär vom Kanton Aargau getragene Orchester gestaltet Konzertzyklen im Kanton, gastiert aber auch in anderen Städten der Schweiz. Seit 2001 ist Douglas Bostock Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Ensembles. In der Trafo-Halle Baden wird es am Mittwoch, 27. September, 20 Uhr spielen: Werke von Saint-Saëns, Debussy, Kodály und vom Aargauer Peter Mieg («Sinfonie» für grosses Orchester). Einführung um 19 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.aso-ag.ch (EF.)

 

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