Ein Hauch von Wien weht durch den Saal Reinach Frenetischer Applaus für das Aargauer Symphonie-Orchester und den Solo-Tubisten Anne Jelle Visser.
(AZ, 08.01.2007) Das Aargauer Symphonie-Orchester kam in die Provinz und seine Musiker erlebten im Reinacher Saalbau ein begeistertes Konzertpublikum. Das vielseitige Programm verbreitete einen leisen Hauch von Wien im Konzertsaal. Allerdings hat Dirigent Marc Kissòczy nicht allein auf Tradition gesetzt, sondern mit Werken des bekannten Filmmusikkomponisten John Williams auch ein anderes Musikgenre ins Programm aufgenommen. Und er kam beim Reinacher Publikum gut an damit. «Dass man so Tuba spielen kann», sagte spontan ein Besucher, nachdem das Konzert für Tuba und Orchester verklungen war. Der Solist Anne Jelle Visser hatte gezeigt, wie vielseitig sein grosses Instrument klingen kann. Tonumfang und Dynamik in den Solopassagen liessen staunen. Nach einem Exkurs in die Filmusik von Star Wars gehörte der zweite Teil des Konzertes den leichten, beschwingten Klängen: Neujahrskonzert, wie viele es sich vorstellen. Rhythmisch präzis, kraftvoll und dynamisch nuanciert, interpretierten die Musiker unter der präzisen Stabführung ihres Dirigenten unter anderem Werke von Johann Strauss, zum Schluss etwa die Polka «Unter Donner und Blitz». Aber es blieb nicht beim letzten Stück nach Programm. Das Reinacher Publikum brachte es mit seinem anhaltenden Applaus fertig, dass nach der dritten und «letzten» Zugabe, dem obligaten Radetzky-Marsch, noch zwei weitere folgten. Publikum und Musiker freuten sich gewissermassen gemeinsam an der Vielfalt und Leichtigkeit der gespielten Werke (psi)
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