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Einblick in Reifeprozesse

 

Das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) mit Chor- und Orchestermusik von Brahms und Dvorak.

 

Walter Labhart (MZ, 20.03.07)
Unter dem Motto «Eine musikalische Freundschaft» vereinigt der vierte Konzertzyklus des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO) vokale und orchestrale Werke der miteinander befreundeten Komponisten Johannes Brahms und Antonin Dvorak. Das Programm verzichtet auf den musikalischen Freundschaftsbeweis Nummer 1, auf Dvoraks Orchestration der vierhändigen Ungarischen Tänze 17 bis 21 von Brahms. In Ermangelung grösserer Kompositionen, die ein gemeinsames Zusammenwirken bezeugen könnten, erklangen lauter Werke ohne hörbare Spuren jener «musikalischen Freundschaft». Das war nicht zu bedauern, gab es doch beliebte Repertoirewerke zu geniessen und eine Rarität zu entdecken, die Einblick in Dvoraks Reifeprozess gewährte.

 

Die Begegnung mit dem Hymnus «Die Erben des Weissen Berges» op. 30 ist dem mit tschechischer Musik besonders vertrauten Dirigenten Douglas Bostock und zwei aargauischen Chören zu verdanken, die für diesen Anlass engagiert wurden. Von ihren Leitern Rainer Held und Renato Botti sorgfältig eingearbeitet, bereicherten der Kammerchor Aarau und der Kammerchor Baden das ASO-Konzert in der Aarauer Stadtkirche um eine klangliche Dimension von beträchtlichem Ausmass. Gegen 100 Stimmen verliehen Dvoraks patriotischer Kantate emotionales Gewicht. Der Text erinnert an den Befreiungskampf der Tschechen im 19. Jahrhundert und an die Schlacht auf dem Weissen Berg bei Prag (1620). Die der «Neudeutschen Schule» entlehnten musikalischen Mittel sind allerdings vom nationalromantischen Grundton etwa der von Brahms bewunderten «Klänge aus Mähren» (Duette) noch weit entfernt. Das Ringen um ein «einziges Vaterland», wie es in der strahlenden C-Dur-Apotheose besungen wird, brachten Chor und Orchester nach steter Steigerung plastisch zum Ausdruck. Den Biblischen Liedern widmete sich der Bassbariton René Koch mit einer Inbrunst, die ihn öfter zu üppigem Vibrato verleitete. Den Textgehalt der Psalmen schöpfte er aber ebenso gründlich wie das subtil-nachdrücklich begleitende ASO aus.

 

Die Schiller-Vertonung «Nänie» für Chor und Orchester von Brahms beeindruckte durch ihre klar herausgearbeitete Luzidität des Ausdrucks. In den populären Variationen über ein Thema von Haydn erzielte das von Bostock mit diskreter Zeichengebung souverän geführte ASO eine Glanzleistung, die in effektvollen Kontrastwirkungen und in brillanten Streicherläufen gipfelte.

 

Konzerte 20. März, Stadtkirche Aarau; 21. März, Kirche St. Anton, Wettingen; 23. März, katholische Kirche Wohlen.

 

 

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