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Kantischüler sind auf die Symphonie gekommen

 

Zum Saisonabschluss des Aargauer Symphonie Orchesters gestalten Kantonsschüler die Konzerteinführungen unter dem Titel «Was ist eine Symphonie?».

 

Irena Jurinak (MZ, 14.05.2007)

Eine Stunde vor Konzertbeginn stehen die Schüler mit Vorträgen und musikalischen Vorführungen im Rampenlicht. Sie haben sich mit 200 Jahre alten Symphonien auseinandergesetzt.

 

Das Schulzimmer liegt im zweiten Stock des Albert-Einstein-Hauses. Rechts thront das Lehrerpult, davor stehen vier Reihen Schreibtische und Stühle. An den hintersten Tisch ist ein Kontrabasskasten angelehnt, auf der Wandtafel sind Notenlinien vorgedruckt. Links vor den Fenstern sitzt ein Schüler am Piano und spaziert mit den Fingern über die Tasten. Neben ihm steht ein Geiger, klemmt sich sein Instrument unter das Kinn und streicht mit dem Bogen über die Saiten. Im Schulzimmer der Musiklehrer Thomas Baldinger und Michael Schraner bereiten sich die Kantonsschüler mit Schwerpunktfach Musik auf ihren Auftritt am fünften Konzertzyklus des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO) vor.

 

Drei verschiedene Symphonien

 

Sie gestalten die Konzerteinführungen unter dem Titel «Was ist überhaupt eine Symphonie?». Das Orchester spielt bei diesem Konzert drei Werke, die den Titel Symphonie tragen, aber sehr verschieden sind. Auf dem Programm stehen die Ouvertüre «Sinfonia Tancredi» des Opernkomponisten Gioacchino Rossini, Édouard Lalos «Symphonie espagnole» und die Symphonie Nr. 4, f-Moll von Piotr Iljitsch Tschaikowsky. Zum dritten Mal gestalten Kantonsschüler der Alten Kanti Aarau die Konzerteinführungen zum Saisonabschluss des ASO. «Für einige ist es eine Pflichtübung › sie waren noch nie an einem Symphoniekonzert › andere erledigen den Job mit Enthusiasmus», sagt Michael Schraner. Einer der Schüler blättert durch Notenblätter, vergleicht sie mit seinen Notizen. Die hellbraunen Haare reichen ihm bis zur Schulter, er trägt ein schwarzes T-Shirt und Silberringe an den Fingern. David Bugmann hat sich die «Sinfonia Tancredi» von Rossini mehrmals angehört und Notizen gemacht, um herauszufinden, wie das Stück aufgebaut ist. «Das Stück hat viele Schlüsse, die keine sind.» Ist er Rossinis Orchestercrescendi auf die Spur gekommen? Er beschäftigt sich nicht nur in der Schule mit klassischer Musik. Auf seinem iPod sind klassische Musikstücke zu finden. Und der 18-jährige Bugmann komponiert «Symphonic Metal»: Gitarrenmusik mit Orchester- und Streicherpassagen und klassischem Gesang.

 

Zehn Minuten mit Bostock

 

Gioacchino Rossini hat in 20 Jahren über 40 Opern komponiert, haben Vivien Gnehm und Alexandra Döbeli herausgefunden. «Wir sind keine Klassikfans, wir hören lieber Jazz oder Funk.» Doch das gemeinsame Konzert mit dem ASO, dass Saxofonistin Alexandra mit der Musikschule vor ein paar Jahren erlebt hat, war «cool». «Wie waren sie im Alter von 20 Jahren?», werden Thomas Waldmeier und Anna Blumer den Chefdirigenten Douglas Bostock fragen. Zehn Minuten hat er ihnen für das Interview versprochen. Vorher haben die beiden im Internet recherchiert. «Damit unsere Fragen nicht hinterwäldlerisch daherkommen», erklärt Anna Blumer. Obwohl die Sängerin zu Hause nie Klassik hört, nimmt sie bei Kanal K eine Sendung über klassische Musik auf: «Klassische Musik von Jugendlichen für Jugendliche.»

 

Thomas Waldmeier hat schon Konzerte des ASO besucht, er spielt Geige im Jugendorchester. «Hörst Du nur klassische Musik?», wendet sich Anna an ihren Mitschüler. Er höre zu Hause nie Musik, er musiziere lieber selber. Das Musizieren haben die Schüler gemeinsam. Ein Schulzimmer voller Musiker: Sänger, Schlagzeuger, Geiger, Pianisten, Saxofonisten. Die 20-jährige Antonia Kloter hat während ihrer Gesangsstunden «None But The Lonely Know» von Tschaikowsky geübt. Sie wird zum ersten Mal ein klassisches Stück vor Publikum singen.

 

Der Geiger und der Pianist erfüllen das Schulzimmer immer noch mit Musik. Damian Heer und Marcel Czaja üben den «Spanischen Tanz» von Pablo de Sarasate, den sie vor dem Konzertpublikum spielen werden. Lampenfieber? «Nein, warum denn?», wehren sie lachend ab.

 

Die Konzerteinführungen zum fünften Zyklus des ASO «Vive la Symphonie!» finden eine Stunde vor Konzertbeginn statt, am Dienstag, den 22. Mai, um 16 Uhr im Kultur- und Kongresshaus in Aarau und am Mittwoch, den 23 Mai, um 19 Uhr in der Trafo-Halle in Baden.

 

 

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