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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Leuchtturm ASO: Die fällige Professionalisierung umgesetzt

 

Serie Leuchttürme

Das Aargauer Symphonie Orchester (ASO) profitiert vom Leuchtturm-Stempel, es konnte die längst fällige Professionalisierung umsetzen.

 

Aargauer Zeitung, 27. April 2013, von Christian Berzins

 

Wenn das Aargauer Symphonie-Orchester morgen zum Festkonzert «50 Jahre ASO» ruft, wird man ein Orchester hochleben lassen, das in den letzten 50 Jahren auch einige Tiefpunkte erleben, ja  überstehen musste. Mit der Anerkennung als kantonaler Leuchtturm erhielt das Aargauer Symphonie-Orchester innerhalb des Kantons aber einen neuen Status. Damit verbunden war einerseits mehr Geld – vor allem aber auch eine andere Budget-Struktur, welche dem Vorstand des Trägervereins eine wenigstens teilweise Planungssicherheit gibt. Neu wird beim ASO zwischen Betriebs- und Projektteil unterschieden. Die Betriebskosten werden über den Betriebsbeitrag zum grössten Teil gedeckt. Dieser steht dem Orchester als «Leuchtturm» zu und wird jeweils auf drei Jahre festgelegt, wodurch eben die erwähnte teilweise Planungssicherheit entsteht. Im Gegensatz dazu muss die Finanzierung aller Konzerte und der anderen Aktivitäten jeweils jährlich beim Swisslosfonds beantragt werden. «Dies bedeutet, dass wir auch kurz vor Drucklegung eines Saisonprogramms noch nicht wissen, ob und wie die kommende Saison finanziert ist», gibt Christian Weidmann zu bedenken. Doch der ASOGeschäftsführer ist überzeugt, dass der Status als kultureller Leuchtturm die dringend notwendige Akquirierung von Sponsorengeldern erleichtere. «Dass sich die Aargauische Kantonalbank entschlossen hat, unser Orchester als private Hautsponsorin in die Zukunft zu begleiten, ist in diesem Sinne sicher indirekter Ausfluss der Anerkennung der Bedeutung des ASO im Kulturleben unseres Kantons.»

 

Neue Rolle des Geschäftsführers
Die ASO-Verantwortlichen unter der Leitung von ASO-Präsident Jürg Schärer nutzten die mit dem Betriebsbeitrag geschaffene finanzielle Basis, um die überfällige Professionalisierung der Geschäftsstelle des Orchesters umzusetzen. Durch die im August erfolgte Anstellung eines Geschäftsführers, der sich nicht nur dem Tagesgeschäft widmet, sondern in enger Zusammenarbeit
mit dem Chefdirigenten die Gesamtverantwortung für die Weiterentwicklung und Positionierung des Orchesters trägt, wurde die Basis für die Verfolgung der strategischen Ziele des Orchesters gelegt. Für Jürg Schärer wie für Weidmann ist klar: Das Orchester will und muss sich weiterentwickeln. Damit ist nicht primär der Ausbau der bewährten Abo-Struktur mit fünf sinfonischen Zyklen im Jahr gemeint. «Es wird vielmehr darum gehen, die in den letzten Jahren erreichte künstlerische Qualität weiter zu verbessern. Vor allem aber soll das Orchester als identifikationsstiftende Marke im Kanton weiter verankert werden», so Schärer. Dies soll einerseits durch den Ausbau des Musikvermittlungsprogramms erreicht werden, andererseits aber auch durch neue Konzertformen und auch eine modernere Kommunikation. Aber Weidmann sagt ganz offen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel nicht für grosse Sprünge reichen. «Dennoch soll das Orchester mit punktuellen Abstechern über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus ein kultureller Botschafter des Kantons Aargau sein.» Wer einen Blick auf die ASO-Ausgaben wirft, erkennt, dass die Honorare der Orchestermusiker den grössten Teil der Kosten ausmachen. Für ein ASO Sinfoniekonzert proben rund 60 Musiker fünf Mal, und ein Konzert wird in der Regel drei bis vier Mal gespielt. Somit hängt das ASO-Jahresbudget vor allem mit der Anzahl Projekte zusammen und so variiert das Budget dementsprechend stark; in einem Jahr ohne besondere Aktivitäten bewegt es sich zwischen 2,2 und 2,4 Millionen Franken. Die Subventionen des Kantons sind mit der Erlangung des Status als Leuchtturm in der Höhe des Betriebsbeitrages angestiegen. Die Subventionen – Betriebsbeitrag und Projektbeitrag des Swisslos Fonds zusammengerechnet – bewegen sich heute zwischen 1,4 und 1,5 Millionen Franken.

 

Auslastung 80 bis 90 Prozent
Die Auslastung der durch das ASO veranstalteten Konzerte bewegt sich im Jahresschnitt zwischen 80% und 90%. Eine Ausnahme bildet hier leider die sich schlechter verkaufende, laufende Jubiläumssaison – diese wurde bewusst mit einem Aargauer Schwerpunkt programmiert, unter
anderem mit dem Zofinger Zeitgenossen Dieter Ammann. Die Anzahl Mitarbeiter ist durch den Status als «Leuchtturm» personell nicht wesentlich gewachsen: Mit der Einstellung des Geschäftsführers und den damit verbundenen strukturellen Veränderungen auf der Geschäftsstelle sind die Stellenprozente um lediglich 20 Prozent gewachsen, nämlich von 245 Prozent auf 265 Prozent. Durch teilweise neu formulierte Stellenprofile und eine dementsprechende Neubesetzung der Geschäftsstelle ist diese somit nicht in erster Linie quantitativ gewachsen,
sondern qualitativ. Nach diesen vielen Zahlen gibt’s schon diesen Sonntag Musik: Das Orchester bietet anlässlich des Jubiläumskonzertes spannende Kompositionen von Aargauer Komponisten.

 

Argovia Classics: 50 Jahre Aargauer Symphonie-Orchester

Sonntag, 28. April, 17 Uhr, KuK Aarau.
Werke von Aargauer Komponisten

Dirigent Douglas Bostock.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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