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ASO-Portrait/Fotos

«Die Eindrücke der Jugend bleiben die stärksten»


Fricktaler Klassik-Star gastiert für drei Konzerte im Aargau.


Neue Fricktaler Zeitung, Dienstag, 4. September 2012, von Valentin Zumsteg


Der Rheinfelder David Riniker ist seit 1995 Cellist bei den Berliner Philharmonikern. Im September tritt er als Solist mit dem Aargauer Symphonie-Orchester auf.

 

NFZ: Herr Riniker, Sie spielen in Baden und Aarau mit dem Aargauer Symphonie-Orchester (ASO). Was bedeuten diese Konzerte zum Jubiläum des Orchesters für Sie?
David Riniker: Im ASO konnte ich unter Urs Voegelin schon als junger Mensch meine ersten Erfahrungen als Mitglied eines Symphonie-Orchesters sammeln. Dafür bin ich dem ASO noch heute dankbar. Die Eindrücke der Jugend bleiben die stärksten. Grosszügig fand ich auch die Geste des ASOs, mich zu meinem Abschied zusammen mit Andreas Friedrich, dem damaligen Konzertmeister, als Solist im Doppelkonzert von Johannes Brahms unter Räto Tschupp zu engagieren. Nun freue ich mich, nach mehr als 20 Jahren wieder einen Ausflug zurück zu meinen Wurzeln machen zu können.


Sie spielen Schumanns Cellokonzert. Welche Beziehung haben Sie zu diesem Komponisten?
Mich fasziniert die Ausdrucksstärke der Musik von Robert Schumann. Die Empfindung kann sich von einem Ton zum nächsten ändern. Wie das Leben eben so spielt. Eine Herausforderung, der ich mich gerne stelle.


Das 50-Jahr-Jubiläum des Aargauer Symphonie Orchesters startet unter dem Titel «Durchbruch». Was war Ihr persönlicher Durchbruch?
Als meinen grössten Durchbruch würde ich das Probespiel bei den Berliner Philharmonikern bezeichnen. Ich wurde vom gesamten Orchester – jedes Orchestermitglied hat eine Stimme – einstimmig in die zwei - jährige Probezeit aufgenommen. Sie wurde aber dann schon nach neun Monaten mit der Aufnahme als festes Mitglied beendet. Dies eröffnete mir die Möglichkeit, mit den Grössen der klassischen Musikwelt zusammen zu arbeiten. Als Student kannte ich deren Namen von Schallplatten und CDs. Jetzt aber stehen sie leibhaftig als Menschen vor mir und sind Teil meines musikalischen Lebens.


Wer hat Sie am meisten gefördert?
Am meisten hat mich wohl mein Umfeld gefördert, in dem ich aufgewachsen bin. Sowohl meine Eltern und mein Cellolehrer Jean Paul Guéneux als auch meine Schwestern Marlise und Simone. Jeder auf seine ihm ganz eigene Art und Weise und zu unterschiedlichen Zeiten meines Lebens. Sie alle waren immer da. Darüber macht man sich als Kind oder Jugendlicher gar keine Gedanken. Aber beeinflussen tut es einen doch sehr nachhaltig.


Seit 1995 sind Sie Mitglied der Berliner Philharmoniker. Wie ist das Musikleben in Berlin?
Über das Berliner Musikleben könnte man ganze Bücher schreiben. Kurz zusammengefasst: Es ist reichhaltig. Jährlich soll es über tausend offiziell angekündigte Konzerte geben. Und dazu dann noch all die Opern-Aufführungen. Aber ich habe noch nie nachgezählt. Es gibt für jeden Geschmack etwas. Und dazu noch vieles auf höchstem Niveau.


Sie sind in Rheinfelden aufgewachsen. Kommen Sie noch oft in die Schweiz zurück?
Der Terminkalender des Orchesters ist prall gefüllt, so habe ich nicht oft die Gelegenheit dazu. Ab und zu komme ich aber auch in die Schweiz, um Konzerte zu spielen. So kann ich das Berufliche mit dem Privaten verbinden.


Welche musikalischen Träume haben Sie noch?
Mein Anliegen ist es, Musik so rüberzubringen, dass es ganz und gar meiner Sichtweise, meinem Gefühl entspricht. Unberührt davon, was andere tun oder finden. Das ist nicht immer leicht, wenn man tagtäglich die Ideen eines Dirigenten umzusetzen hat, auch wenn man selbst es lieber anders täte. Aber ich arbeite dran, das macht mir Freude. Bei den kommenden Konzerten mit dem ASO bin ich als Solist nun frei, zu tun und zu lassen, was und wie ich mich fühle. Darauf freue ich mich sehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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