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Archiv Pressespiegel
Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Eine Würdigung der Aargauer Komponisten


Konzert zum 50-jährigen Bestehen des Aargauer Sinfonieorchesters (ASO) im Trafo.


Aargauer Zeitung, Montag, 12. November 2012, von Walther Labhart


Seit er 2001 als Chefdirigent die Leitung des ASO übernahm, hat Douglas Bostock mit diesem Klangkörper dermassen intensiv zusammengearbeitet, dass bezüglich seiner Entwicklung ein Vergleich mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman gezogen werden darf. Dem Aufschwung unter der Stabführung des zielstrebigen Briten verdankt das ASO jetzt erstmals ein Ansehen als eines der besten schweizerischen Sinfonieorchester.


Würdigung der Aargauer
Wie aus dem Magazin «50 Jahre ASO im Bild» und aus der Wanderausstellung «wachsen – verankern – leuchten» hervorgeht, war das Orchesterschaffen aargauischer Komponisten in den Konzerten des ASO nie so repräsentativ vertreten wie in der Jubiläumssaison 2012/13. Das mit «Boost» von Dieter Ammann brillant eröffnete 2. Konzert mit dem Motto «Ton-Gestalten» in der Trafo-Halle in Baden (10. November) bildete einen vielversprechenden Auftakt zur Aargauer Saison mit entsprechenden Kompositionen. In den sehr heiklen, mehrstimmigen Hornpartien beeindruckten Präzision und Ausdrucksintensität des in Hochform spielenden Orchesters nicht weniger als in den äusserst differenziert eingesetzten Schlaginstrumenten, mit denen die vier ebenso stark geforderten Perkussionisten hervortraten. Verlangt Ammann in seiner 2000/01 entstandenen Komposition für grosses Sinfonieorchester von den Streichern «übertriebenen Bogendruck » und «Fingerkuppenschlag» als weitere spezielle Spielarten, so setzt er die Bläser mehrmals in tonlosen «Geräuschaktionen» (Luftstrom) genau so präzis ein wie Almglocken, Bongos, Tempelblocks, Tomtom und weiteres Schlagwerk, um seinen klaren Klangvorstellungen so nahe als möglich zu kommen. In «Boost», was so viel wie «Anstieg », «Aufschwung», «Auftrieb» oder «Verstärkung» bedeutet, hat sich der zum «Komponisten der Saison» erklärte Musiker aus Zofingen einmal mehr als ein Klangmagier erwiesen, der an jedem Detail herumfeilt und nichts dem Zufall überlässt.

 

Filmmusik-Nachklänge

In eine ganz andere, weniger nuancierte Klangwelt entführten die Solistin Carolin Widmann und das ASO im Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold. Plakative Themen und in typischem Hollywood-Sound schwelgende Klangflächen herrschen in der auf Musik zu den Filmen «Another Dawn», «Juarez» und «Anthony Adverse» basierenden, Alma Mahler- Werfel gewidmeten Komposition von 1946 vor. Carolin Widmann meisterte die Tücken der Solokadenz mit energischem Zugriff und entwickelte zusammen mit dem ASO einen romantisch durchpulsten Schönklang voll blühender Farbigkeit. Im Wechselspiel von musikantischem Elan und lyrischer Klangentfaltung bewies das Orchester im Finale bewundernswerte Flexibilität. Noch grössere Ansprüche stellte abschliessend die epische Weite verströmende 1. Sinfonie e-Moll op. 39 von Jean Sibelius. Was der 1. Klarinettist aus der einleitenden Solo-Kantilene und Douglas Bostock aus dem glänzend disponierten Orchester im dramatisch aufgeladenen Andante und im Finale mit seinen unerbittlichen Stimmungsschwankungen an glühendem Espressivo herausholten, bestätigte abermals die hohe Klangkultur des ASO.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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