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Klassisches und Zeitgenössisches gegeben

 

Aargauer Symphonie Orchester zu Gast im Konzertsaal

 

(Oltner Tagblatt, Kurt Heckendorn, 27. Januar 2012)

 

Eine der letzten Sinfonien Joseph Haydns und die 1. Sinfonie von Ludwig van Beethoven bildeten beim Konzert des Aargauer Symphonie Orchesters vom Mittwochabend im Konzertsaal Olten den klassischen Rahmen zu zwei zeitgenössischen Werken – zum Oboenkonzert des Aargauers Peter Mieg und zur «Musica luminosa per orchestra» des Baslers Rudolf Kelterborn. Eine anregende Programmfolge, die von einem grossen Publikum mit Interesse und Begeisterung aufgenommen wurde. Zuerst eine der Sinfonien aus Joseph Haydns Londoner Zeit: Die Sinfonie G-Dur Hob. I: 94 «Surprise». Einer kurzen langsamen Einleitung, in der sich die vorzüglichen Streicher und Bläsern der «Aargauer» in lebendig gestalteten Dialogen vorstellen konnten, folge ein frisch und mit grossem Elan musiziertes Vivace assai. Köstlich ausgekostet darauf die fantasievollen Variationen des 2. Satzes (Andante) mit dem berühmten Paukenschlag. Elementar volkstümlich das Menuett, das förmlich zum Mittanzen einlud; unterbrochen von einem kunstvollen Trio, in dem – wie im hurtig dahineilenden Schlusssatz (Allegro molto) – vor allem der Fagottist glänzen konnte.

 

Konzert für Oboe und Orchester

 

Der 1906 in Lenzburg geborene Peter Mieg schrieb im Jahre 1957 ein Konzert für Oboe und Orchester. Vorwiegend helle, transparente Klänge, die an die Aquarelle des Malers Mieg denken lassen, prägen dieses Werk, das in gemässigt moderner Tonsprache komponiert ist. Für den Oltner Oboisten Gerhard Gloor, der den anspruchsvollen Solopart des leider nur selten gespielten Werkes mit sensiblen Oboentönen ausstattete, erfüllte sich an diesem Abend ein lang gehegter Wunsch; schon lange war es ihm Anliegen, einmal ein zeitgenössisches Oboenkonzert aufzuführen. Wunderschön gelangen ihm im Zusammenspiel mit dem engagiert begleitenden Orchester unter der sorgfältigen, inspirierenden Leitung seines Chefdirigenten Douglas Bostock die vielfältigen Stimmungen des ersten Satzes: elegische, wie rhythmisch bewegte Melodiefolgen, oft in beseeltem Zusammenklang mit Horn oder Fagott. Von grosser Ruhe getragen der 2. Satz mit makellosem Oboengesang über feinsten Streicherkantilenen und prägnant der Beginn des Schlusssatzes, in dem auch pochende Pizzicato- Töne der Bässe aufhorchen liessen und immer wieder die Episoden mit Gerhard Gloors berückenden Oboentönen beglückten. Zu Recht wurde nach dem zart verklingenden Schluss der Solist vom interessiert folgenden Publikum, wie auch von seinen Kolleginnen und Kollegen im Orchester für seine prachtvolle Leistung mit herzlichem Beifall bedacht. Neue, radikalere Tonwelten erschlossen sich dem aufmerksam mitgehenden Publikum nach der Pause mit der «Musica luminosa per orchestra» des Basler Komponisten Rudolf Kelterborn. Feinste Klangkombinationen, Pianissimo- Klänge von Flöte, Oboe oder der Violinen in höchsten Lagen prägen den ersten Teil der im Jahre 1984 entstandenen Komposition. Markante Rhythmen strukturieren clusterartige Klänge und nach einem ersten dynamischen Höhepunkt gewinnt das Werk mit dem Einsetzen der tiefen Register – Bässe, Fagott und diskretes Schlagwerk – an «Boden». Unter der vorbildlichen Leitung von Douglas Bostock gelang eine spannende Interpretation des faszinierenden zehnminütigen Werkes, über die sich auch der anwesende Komponist herzlich freuen durfte.

 

Radikal neu

 

Auch der Beginn der Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 von van Beethoven mag auf damalige Hörer radikal neu gewirkt haben; denn wohl noch nie zuvor hatte es ein Komponist gewagt, eine Sinfonie mit einem Dominantseptakkord zu beginnen. Spannend gelang dem Dirigenten mit der knappen Adagio- Einleitung das Hinführen zum Hauptthema des ersten Satzes, in dem sich mit dem 2. Thema vor allem auch wieder die vorzüglichen Bläser des Orchesters auszeichnen konnten. Lebendig – wirklich con brio! – wurde der ganze Satz musiziert bis hin zum strahlenden C-Dur-Schluss. Wunderbar angestimmt von den 2. Violinen der heitere Kanon im 2. Satz (Andante cantabile con moto). Wohl ist der 3. Satz noch als Menuett überschrieben, aber bei diesem frühen Scherzo würde ein Mittanzen – wie bei Haydn – eher schwer fallen. Herrlich gelangen die Bläserstellen im Trio mit den darüber dahineilenden ersten Geigen und spannend gestaltet die Einleitung zum wirbelnden Schlussrondo (Allegro molto e vivace). Von grosser Musizierlust und Spielfreude durchdrungen der ganze Satz bis zu den perlenden Läufen der Coda ungestüm vrwärtsdrängend.

Der Dirigent und sein Orchester durften sich über reichen, herzlichen Beifall des beglückten Publikums freuen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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