HOME | PRESSE | SPONSORING | STELLEN | KONTAKT | ASO INTERN 
Home
Home
Pressespiegel 2012/2013
Archiv Pressespiegel
Archiv Presse 2011/2012
Archiv Presse 2010/2011
18.06.2011
16.06.2011
10.05.2011
10.05.2011
06.05.2011
05.05.2011
02.05.2011
07.04.2011
08.03.2011
03.03.2011
17.01.2011
30.12.2010
28.12.2010
27.12.2010
23.12.2010
20.12.2010
14.12.2010
16.11.2010
15.11.2010
12.11.2010
06.11.2010
02.11.2010
28.10.2010
20.10.2010
10.10.2010
15.09.2010
11.09.2010
08.09.2010
06.09.2010
Archiv Presse 2009/2010
Archiv Presse 2008/2009
Archiv Presse 2007/2008
Archiv Presse 2006/2007
Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Vier neue Leuchttürme für den Aargau

 

Der Regierungsrat spricht Betriebsbeiträge für das ASO, das KiFF, das Künstlerhaus Boswil und Murikultur.

 

(Aargauer Zeitung, Sabine Altorfer, 28. Dezember 2010)

 

Die vier neuen Kultur-Leuchttürme im Aargau könnten unterschiedlicher nicht sein. Gemeinsam ist, dass sie das Bild des Aargaus mitprägen und anerkannte Kulturarbeit leisten. Das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO), das KiFF in Aarau und das Künstlerhaus Boswil haben sich in den letzten Jahren profiliert. «Sie haben nationale Ausstrahlung», begründet Regierungsrat Alex Hürzeler. Dass sie sich um die neuen Betriebsbeiträge des Kantons bewerben und sie auch bekommen werden, hat man erwartet.

 

Mit der vierten Zusprechung an Murikultur hat der Regierungsrat jedoch überrascht. Denn Murikultur existiert als Name noch nicht lange, die kulturellen Aktivitäten dahinter allerdings schon. Die Kulturstiftung St. Martin ist Veranstalterin von beachteten Konzerten, Führungen, Ausstellungen und Theateraufführungen im Klosterareal Muri, und seit einigen Jahren macht Johannes Strobl mit seinen Orgelkonzerten auf sich aufmerksam. Es war ein kluger Schachzug, diese Aktivitäten zu bündeln und ergänzt mit regionalen Angeboten (Musig im Ochsen, Cabarena, Bibliothek) als Einheit aufzutreten. So schaffte Murikultur die geforderte quantitative Hürde für eine Leuchtturm- Bewerbung. Für Regierungsrat Alex Hürzeler ist es mehr als eine Dachmarke. «Das Konzept der Zusammenarbeit könnte beispielhaft sein für andere regionale Kulturanbieter.»

 

Murikultur hat ehrgeizige Pläne: Urs Pilgrim, Präsident der Stiftung St. Martin, und Johannes Strobl haben die Vision, dass Murikultur zu einem kulturellen Schwergewicht werden könnte. Die Betriebsbeiträge von 100 000 Franken im Jahr 2011 und je 150 000 Franken 2012 und 2013 sollen den Weg ebnen, um das Angebot gezielt auszubauen. «Die Arbeit fängt für uns erst richtig an», sagte Strobl, «der Beitrag ist der Impuls, um betrieblich bessere, professionellere Strukturen zu schaffen.» Und auch Urs Pilgrim ist überzeugt, dass die Ausstrahlung von Murikultur gebündelt wirken könne: «Wir haben mit Marketingfachleuten gesprochen und sehen, dass die Marke kulturell und touristisch Chancen hat.» Das Schlagwort könnte heissen: «Musik und Kunst im Habsburgerkloster Muri.»

 

Anpassung an Realität

 

Freude und Erleichterung gabs als Reaktion auf die Betriebsbeiträge auch im Künstlerhaus Boswil und beim KiFF in Aarau. Erstaunlich unisono kommentierten Michael Schneider und Oliver Dredge: «Die Betriebssubventionen sind die Anpassung an die Realität.» Schneider erklärt es fürs Künstlerhaus: «Wir haben in den letzten vier Jahren einen enormen Wachstumsschub geleistet, haben Boswil als Haus der Musik etabliert und das Programm stark ausgebaut, mehr Geld war überfällig.» Neben den 350 000 Franken Betriebsbeitrag hat Schneider noch 200 000 Franken Projektbeiträge beim Swisslos- Fonds eingegeben. «Bei unserem Gesamtbudget von 1,5 Millionen Franken wäre das eine sehr willkommene Subventionserhöhung um 150 000 Franken.»

 

Das KiFF könne mit den 200 000 Franken Betriebsbeitrag vor allem die Infrastruktur und die Liquidität absichern, so Dredge. «Wir können zudem die Pensen von einigen Leuten anpassen, sodass sie wenigstens einigermassen der Arbeitsleistung entsprechen.» Das KiFF wird weiterhin 230 000 Franken pro Jahr vom Kuratorium erhalten, der Vertrag läuft noch bis Ende 2012. Und für Dredge ist der Kantonsbeitrag ein Zeichen, «dass Populärkultur auch anerkannt wird», und ein Signal an die Stadt Aarau, wenn 2012 neue Verhandlungen anstehen – der städtische Beitrag beträgt aktuell 240 000 Franken.

 

Zurückhaltender war die Reaktion bei Präsidenten des Aargauer Symphonie- Orchesters. «Ich freue mich sehr über die Qualifikation als Leuchtturm», sagt Jürg Schärer. Sorgen bereitet ihm aber, dass das ASO mit den 100 000 Franken Betriebsbeitrag für 2011 und mit je 400 000 Franken für 2012/2013 wohl nicht weiter sei als bisher. Die Situation sei noch unklar, da die Verhandlungen mit dem Kanton über die Projektbeiträge aus dem Swisslos-Fonds noch nicht stattgefunden haben. «Wenn uns – entgegen den Hoffnungen, die man uns auch von kantonaler Seite verschiedentlich machte – von den bisherigen 1,134 Millionen einfach 400 000 Franken abgezogen würden, wäre es sehr enttäuschend.» Und man spürt, Jürg Schärer hätte sich mehr erhofft: «Wir wollten endlich wieder eine Teilzeit-Intendantenstelle schaffen, um das Orchester besser zu vermarkten und generell, um besser zu werden, weiterzukommen.»

 

Die Vorgaben für Leuchttürme

 

Vier Gesuchen für 2011 hat die Regierung entsprochen, eines wurde infolge ungenügender Unterlagen abgelehnt, eines nach ablehnendem Vorentscheid zurückgezogen. «Die Vorgaben sind so klar umschrieben und kommuniziert, dass sich nur bewirbt, wer eine Chance hat», sagt Regierungsrat Hürzeler. Die Vorgaben für  Betriebsbeiträge an «Kulturbetriebe von mindestens kantonaler Ausstrahlung»: mindestens 400 000 Franken Umsatz und 300 Stellenprozent. Sie müssen künstlerisch, organisatorisch und im Marketing top sein und Zukunftspotenzial haben. Möglich sind die neuen Betriebsbeiträge aus dem ordentlichen Budget des Kantons dank dem revidierten Kulturgesetz. Vor 2010 gab es für Kulturbetriebe nur zwei kantonale Geldquellen: das Kuratorium mit seinem begrenzten Budget und den Swisslos-Fonds, der nur Projektbeiträge bewilligen darf. Für 2010 hatte der Regierungsrat bereits für drei Institutionen Betriebsbeiträge gesprochen: für das Stapferhaus Lenzburg, das Museum Langmatt und das Schweizerische Kindermuseum in Baden. Nun sind es sieben.

Für 2012 rechne er mit einigen weiteren, sagt Regierungsrat Hürzeler, «unsere Vorstellung von ungefähr zehn Institutionen dürfte aufgehen». Aufgehen dürfte so auch das Budget, das 1,45 Millionen Franken für 2011 und 2,35 Millionen für 2012 vorsieht.

 

 

 

 

 

 

Sitemap anzeigenStichwortsuche