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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

«Kinder sind grundsätzlich neugierig»


Kurt Aeschbacher erzählt am Familienkonzert des Aargauer Symphonie Orchesters «Dr chli Nussknacker»

 

(Aargauer Zeitung, Linda Mülli, 14. Dezember 2010)

 

Für einmal steht Kurt Aeschbacher nicht vor der Kamera, sondern sitzt gemütlich in einem Sessel auf der Bühne und erzählt ein Märchen: «Dr chli Nussknacker». Er hat die Geschichte von E. T. A. Hoffmann ins Schweizerdeutsche übersetzt und schon mehrmals mit Orchestern vorgetragen. Am Sonntag wird das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) unter der Leitung von Douglas Bostock die musikalische Untermalung liefern – Musik aus Tschaikowskis Ballett.

 

Der weltgewandte TV-Moderator Kurt Aeschbacher plötzlich ein gemütlicher Märchenonkel – so kennen Sie viele gar nicht.

 

Kurt Aeschbacher: Mag sein, allerdings bin ich schon seit vielen Jahren immer wieder als «Märchenonkel», wie Sie sagen, unterwegs. Mich fasziniert es, klassische Musik mit kindgerechten Texten zu verbinden. «Dr chli Nussknacker» entstand in einer Zusammenarbeit mit dem Basler Sinfonieorchester und wurde immer wieder gemeinsam mit dem Kinderballett der Basler Ballettschule aufgeführt. Im Aargau freue ich mich nun darauf, sozusagen die Konzertfassung dieser Geschichte zu präsentieren und damit hoffentlich Kinder, wie auch Erwachsene, zu unterhalten.

 

Was reizt Sie am Geschichtenerzählen?

 

Es sind weniger nur die Geschichten, die mich interessieren, als vielmehr das Zusammenspiel von klassischer Musik mit einem illustrativen Text. Ich bin der festen Überzeugung, dass man auf diesem Weg gerade auch Kindern den Zugang zu grossen Musikwerken erleichtern kann.

 

Neben «Dr chli Nussknacker» von E. T. A. Hoffmann haben Sie, begleitet von Sinfonieorchestern, schon andere Geschichten vorgetragen. Was macht diese Mischung aus Märchen und klassischer Musik besonders?

 

Viele Komponisten haben, inspiriert durch die Aussagekraft von Märchen, die ja oft eine gesellschaftliche Moral beinhalten, speziell für Kinder oder jugendliche Zuhörer komponiert. «Karneval der Tiere» von Camille Saint- Saëns, «Peter und der Wolf» von Sergei Prokofieff sind dazu wohl die bekanntesten Beispiele. Aber auch «Babar, der kleine Elefant» oder «Die Bremer Stadtmusikanten» haben Komponisten dazu animiert, witzige und auch leicht erfassbare Musik zu schreiben. Sie taten dies zweifellos auch im Bewusstsein, junge Zuhörer für die klassische Orchestermusik zu begeistern.

 

Was gefällt Ihnen persönlich am «Dr chli Nussknacker»?

 

Die Ballettmusik, welche Tschaikowski inspiriert durch das Märchen von E. T. A. Hoffmann komponiert hat, gehört zu den grossen musikalischen Klassikern des 19. Jahrhunderts. Für Kinder ist das Werk jedoch zu lang und zu anspruchsvoll. Ich habe deshalb das komplizierte und geheimnisvolle Märchen rund um den Nussknacker auf eine gut verständliche Geschichte reduziert und dazu einzelne Stücke der Ballettmusik ausgewählt. So können wir den Kindern auf zwei Ebenen die Geschichte erzählen: Zum einen musikalisch und daneben führen wir sie mit dem Text durch eine spannende und verträumte Weihnachtsgeschichte. Kinder sind Ihr Zielpublikum. Sind sie dankbare Zuhörer? Oder etwa kritischer?

Kinder sind das tollste Publikum, das man sich vorstellen kann. Sie sind entwaffnend ehrlich. Sobald sie sich langweilen, spürt man das sofort. Sie lassen sich aber ebenso gerne durch eine spannende Geschichte in eine andere Welt entführen. Dieser Herausforderung muss man sich bei jeder Vorstellung neu stellen.

 

Wie kommt die klassische Musik bei den jungen Zuhörern an?

 

Kinder sind grundsätzlich neugierig und wollen Neues kennen lernen. Faszinieren lassen sie sich aber am besten durch einen spielerischen Zugang. Für die meisten Kinder ist es das erste Mal, dass sie an einem Familienkonzert so ein grosses Orchester auf der Bühne erleben. Und da gibt es neben den Tönen und Worten auch viel zu schauen.

 

Achten die Kinder im Publikum mehr auf das gesprochene Wort oder würdigen sie auch Tschaikowskis Musik?

 

Damit ein Konzert für Kinder erfolgreich ist, braucht es wohl beides. Die Texte helfen, eine Spannung zu erzeugen und gleichzeitig auch besser auf die Musik zu hören.

 

Sie erzählen Märchen nach – wie viel Aeschbacher steckt drin?

 

Beim Schreiben der Texte versuche ich, die Geschichte innerhalb des vorgegeben musikalischen Rahmens neu zu schreiben und nicht bloss einen Text ins Berndeutsche zu übersetzen. Ich versuche, eine moderne Alltagssprache zu brauchen, die die Kinder auch einfach verstehen können.

 

Bisher haben Sie schon bestehende Geschichten in Mundart übersetzt. Wann schreiben Sie Ihr eigenes Märchen?

 

Es gibt noch so viele gute «alte» Märchen, die man auf die heutige Zeit transponieren kann, dass mir bisher der Stoff nicht ausgegangen ist. Aber wer weiss, vielleicht habe ich mal eine zündende Idee für eine Geschichte. Dafür braucht man jedoch Musse und Zeit. Beides fehlt mir im Moment noch. Aber wie heisst es immer wieder in den Märchen: Was nicht ist, kann noch werden.

 

 

 

 

 

 

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