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Begegnung mit Gorbatschow

 

Die russische Seele liess am Wettinger Neujahrskonzert Schweizer Herzen höher schlagen.

 

(Mittellandzeitung, Rosmarie Mehlin, 4. Januar 2010)

 

Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer und Bundespräsidentin Doris Leuthard setzten zusammen mit dem Solisten Andrei Gorbatschow dem diesjährigen Wettinger Neujahrskonzert besondere Glanzlichter auf.

 

Der Wettinger Tägerhardsaal war wie seit 1995 immer am 2. Jänner bis auf den letzten Platz besetzt. In Reihe sechs – oder war es acht? – jedenfalls mittendrin sassen diesmal zwei der drei gegenwärtig höchsten Schweizerinnen – unsere Aargauer Sterne am eidgenössischen Polithimmel: Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer im schwarzen Kostüm mit Rollkragenpullover und Stiefeln und Bundespräsidentin Doris Leuthard im écrufarbenen langen Satinkleid mit goldverbrämtem Bolero. Sie sassen zwischen Landammann Roland Brogli und dem Gastgeber, Wettingens Gemeindeammann Markus Dieth. Zusammen mit ihren Ehepartnern – Doris Leuthard und ihr Mann Roland Hausin hatten an Silvester ihren zehnten Hochzeitstag feiern können – strahlten sie alle um die Wette. Und solches taten sowohl die weiteren geladenen Polit- und Wirtschaftshonoratioren – National-, Stände-, Gemeinderäte und Bankchefs – als auch die zahlenden «gewöhnlich sterblichen» Gäste, allesamt festlich gewandet.

 

Meister auf der Balalaika

 

Es war ein ganz besonders schönes Konzert, eines so richtig zum Schwelgen: mitreissend, rasant, vielschichtig. Lustvoll vom ersten bis zum letzten Ton intonierte das Aargauer Symphonie-Orchester unter Stabführung von Marc Kissóczy unter anderem Tschaikowsky, Khatschaturian, Rimski-Korsakow, Johann Strauss Sohn.

 

Lustvoll trifft als Attribut auch beim Solisten Gorbatschow, Andrei nicht Michail, ins Schwarze. Mit 24 Jahren hatte er sein Balalaika-Studium an der Musikhochschule in Moskau mit der höchsten Auszeichnung abgeschlossen. Heute ist Gorbatschow 39-jährig und hat dem Wettinger Neujahrskonzert 2010 musikalisch die Krone aufgesetzt. Faszinierend, wie er dem lautenähnlichen Zupfinstrument ebenso einfühlsam wie virtuos Töne und Tonfolgen entlockte, in denen genauso die Weite russischer Landschaft lagen – bis hin zum Surren der Moskitos im Wald – wie die Tiefe der russischen Seele.

 

Kraft aus der Musik

 

Zwei Zugaben sowie als Nummer drei – klar doch – den Radetzkymarsch klatschte das begeisterte Publikum heraus, bevor es zum vielfachen «Prosit Neujahr» schritt beim traditionellen, von der Gemeinde offerierten Apéro. Bereits vor dem Konzert hatte die Neue Aargauer Bank eine Vielzahl von Gästen ebenfalls zu einem Apéro geladen und NAB-Regionalleiter Peter Bissig hatte «gluschtig» auf den bevorstehenden Genuss gemacht: «Musik drückt aus, was mit Worten nicht gesagt werden kann.»

 

Zwischen Dvoraks «Slawischer Tanz und von Suppés Ouvertüre zu «Pique Dame» überbrachte Gastgeber Dieth die Wünsche des Wettinger Gemeinderates für ein glückliches neues Jahr und rief dazu auf, «das Einfache zu schätzen.» Pascale Bruderer ihrerseits wünschte sich, dass sich der Einzelne vermehrt in die Gemeinschaft eingeben möge, «sodass diese wachsen kann . . . Die Musik gibt spürbar Kraft dafür.»

 

Traditionsgemäss überbrachte der Aargauer Landammann die Grüsse der Regierung und fügte ihnen persönliche Gedanken an: «Das wunderbare an der Musik ist eben, dass sie integrierend wirkt», hielt Roland Brogli fest und sagte weiter: «Demgegenüber gründet die Politik auf Worten und Taten. Worte können Missverständnisse hervorbringen, verletzen, ausgrenzen . . . Sie können aber auch den Boden bereiten, auf dem tragfähige Lösungen wachsen können . . .»

 

Werte gegen den Absturz

 

«Das politische Tagesgeschäft hat manchmal die Tendenz, am Abgrund zur Konflikteskalation zu balancieren. Aber anstatt den Balanceakt zu vollführen, fragen wir uns besser: Was kann den Absturz verhindern? Im demokratischen Rechtsstaat ist es die konsequente Anwendung bewährter Werte . . . Unsere Werte sind die Noten, nach denen die Menschen in diesem Land die Musik für die Zukunft machen. Eine Musik, die gefällt und die verbindet.»

 

 

 

 

 

 

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