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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Meister über Töne und Klänge

 

Portrait: Douglas Bostock, Chefdirigent des Aargauer Symphonie Orchesters, ist auf der ganzen Welt gefragt.

 

Der musikalische Brite ist in vielen Teilen der Erde zu Hause. Letztes Jahr verbrachte er 300 Nächte im Hotel. Dirigert er im Aargau, wohnt er am liebsten im gemütlichen «Basilea» in Rombach.

 

(Sonntag, Barbara Rüfenacht, 10. Oktober 2010)

 

Es ist kein einfaches Unterfangen, Douglas Bostock zu treffen. Nicht, weil er distanziert oder kompliziert wäre, sondern weil man ihn ausserhalb der Konzerte des Aargauer Symphonie Orchesters kaum in der Schweiz antrifft. «Den grössten Teil des Jahres verbringe ich in Hotels», erklärt der begehrte Dirigent, der sagt, er spüre das Publikum im Rücken ganz genau und könne auf die Stimmung der Zuhörer reagieren.

Das stellte er im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) bei seinem Auftritt vor zwei Wochen als Principal Guest Conductor des Tokyo Kosei Wind Orchestra glänzend unter Beweis. Das beste Blasorchester der Welt, wie es von Musikexperten gerne bezeichnet wird, gab zahlreiche Zugaben und der Maestro feuerte das Publikum eigenhändig zum rhythmischen Mitklatschen an. «Dass ein Dirigent so richtig Stimmung im Saal macht, sind wir nicht gewohnt», meinen Vertreter der Veranstalter-Crew und des KKL-Teams begeistert. Die tendenziell zurückhaltenden Schweizer Konzertbesucher belohnten die Performance mit Standing Ovations.

«JEDES PUBLIKUM IST ANDERS», weiss Douglas Bostock. «In Italien sind die Leute frenetischer, in der Schweiz findet man dafür oft sehr aufmerksame, gebildete Zuhörer.» Obwohl der Konzertsaal in Luzern am Montag nicht ganz gefülltist, spielen die japanischen Musikerinnen und Musiker mit gewohnt konzentrierterHingabe, ihr Enthusiasmus hinter den blitzenden Instrumenten vergoldet Klänge und Töne.

«Der Montag ist immer der schlechteste Konzertabend», sagt der Dirigent des Abends, der die Schweiz liebt und sich sogar Gedanken zu einem dauerhaften Umzug macht. Noch lebt er nicht weit von der Landesgrenze entfernt auf der deutschen Klosterinsel am Bodensee. «Viele meiner Bekannten raten mir, in die Schweiz zu ziehen», meint der Brite und betont, dass er viele Regionen wie etwa die Innerschweiz oder den Aargau bereits sehr gut kenne. Kein Wunder. Schliesslich ist er regelmässiger Gast in vielen Sälen der Schweiz und seit neun Jahren erfolgreicher Chefdirigent des Aargauer Symphonie Orchesters.

«Am 18. Oktober treten wir in der Zürcher Tonhalle auf», verrät der Meister der Töne, der integre Musiker schätzt. Es wird wieder ein Montagabend sein, doch dürfte das attraktive Programm Mendelssohn und Beethoven mit der begabten japanischen Solistin Hisako Kawamura, die ihre Laufbahn als internationale Pianistin bereits im Alter von fünf Jahren begann, viele Musikliebhaber von nah und fern anlocken. «Im November sind wir wieder im Kanton Aargau unterwegs», erzählt Douglas Bostock, der ein erstaunlich gutes und rasches Deutsch spricht. Fast alle internationalen Dirigenten sprächen mehrere Sprachen, das gehöre einfach zum Beruf.

DER MAESTRO MIT DEM BREITEN Repertoire und dem grossen Kommunikationstalent versteht sogar Japanisch und kann sich im Alltag sprachlich gut durchschlagen. «Seit ich 1994 zum ersten Mal als Gastdirigent nach Japan eingeladen wurde, hat mich dieses Land gepackt», berichtet er begeistert. Die Haltung und die Höflichkeit der asiatischen Menschen beeindrucken den Briten, der Shintoismus und Buddhismus beeinflussen seit langem seine Lebensart. Erholung von seinen Engagements rund um den Globus als Dirigent, Lehrer und Gastprofessor findet Douglas Bostock beim Kochen. Oder in einem schönen Hotel mit Spa und Wellnessbereich. «Gerade in der Schweiz schätze ich die vielen guten Angebote», betont er. Es muss aber nicht immer Luxus sein. Arbeitet der Chefdirigent nämlich im Aargau, gastiert er seit Jahren in seinem Stammhotel «Basilea» in Rombach bei Aarau. «Dort fühle ich mich zu Hause, es ist ruhig und doch zentrumsnah.» Die Auftritte quer durch den Kanton mit dem 57-köpfigen Berufsorchester reichen von Suhr nach Aarau, über Möriken,Wohlen, Muri, Rheinfelden, Zofingen, Wettingen und Baden. Im November stehen «Shakespeare und Brahms» auf dem Programm, in der Weihnachtszeit Familienkonzerte.

OBWOHL SICH DER MANN als Dirigent renommierter Orchester wie etwa der Royal Liverpool Philharmonic, der Tschechischen Kammerphilharmonie, der Münchner Symphoniker und dem Tokyo Kosei Wind Orchestra einen Namen gemacht hat, schätzt er auch Aufführungen in kleineren Orten. «Das Publikum, das aus diversen Gründen keine berühmten Konzerthäuser besucht, ist sehr aufmerksam und dankbar», stellt der Weltenbummler fest, der sich zunehmend mit Opernmusik beschäftigt und seit es sie gibt musikalischer Leiter der Schlossoper Hallwyl ist. Im Sternzeichen Zwilling geboren, liebt Douglas Bostock die Abwechslung, die Kontraste in der Kunst und im Leben.

Wo liegt das Erfolgsgeheimnis? «Beim Dirigieren versuche ich die Menschen im Kopf, im Herzen und in der Seele zu erreichen», sagt der Maestro mit einem Lächeln und zieht sich für den nächsten Auftritt hinter die Bühne zurück.

 

 

 

 

 

 

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