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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Lieder in Erwartung einer Oper

 

Die Mezzosopranistin Judith Schmid tritt beim letzten Zyklus der Saison 2009/2010 des Aargauer Symphonie Orchesters (ASO) als Solistin auf.

 

(Mittellandzeitung, Christian Berzins, 05. Mai 2010)

 

Ihr Käfig ist golden. Immerhin. Und er hat mittlerweile Türen. Judith Schmid, die Mezzosopranistin aus dem Aargau, steht seit 12 Jahren im Opernhaus Zürich auf der Bühne – in einem Haus, wo Stars ein und aus gehen, gehört sie zum Ensemble. Das heisst, dass sie mal Minirollen singt oder singen muss, dann aber wieder – allerdings eher in Wiederaufnahmen, wenn kaum Kritiker im Haus sitzen – grosse Partien singen darf. Aber immer öfter taucht sie auch in Premieren auf – und erntet tolle Kritiken.
Kein Wunder, traut sie sich ausserhalb der Zürcher Opernmauern an immer grössere Werke. Eine Traumrolle, über die noch viel zu sagen sein wird, singt sie im August open-air in Schinznach: nichts Geringeres als die Titelrolle in Bizets «Carmen».
DOCH SCHMID hat quasi zwei Berufe, sie ist Opernsängerin und Lied- bzw. Konzertsängerin. Ihre Liedkunst hat sie vor kurzem auf CD verewigt, als Konzertsängerin tritt sie nun zusammen mit dem Aargauer Symphonie-Orchester auf. Sie wagt sich ab Sonntag mit Hector Berlioz’ «Les Nuits d’Été» an einen grossen Liederzyklus für Solostimme und Orchester. Ein gewaltiger Brocken – und für Judith Schmid ein Debüt.

«Obwohl dieser Liederzyklus mir immer wieder begegnet ist, hat es sich bis anhin nie ergeben, ihn aufzuführen. Insbesondere schaue ich nun meinem Debüt zusammen mit dem ASO und Douglas Bostock freudig entgegen.»
Es ist nicht die erste Zusammenarbeit mit den Aargauern. Bereits vor einem Jahr konnten sich Orchester, Dirigent und Sängerin kennen lernen. Und beim zunehmenden Opernengagement des ASO auf Schloss Hallwyl ist es nicht auszuschliessen, dass es irgendwann einmal zu einer Opern-Zusammenarbeit kommen wird. Zukunftsmusik. Jetzt steht Berlioz an.
Sein Liederzyklus, ursprünglich für Stimme und Klavier geschrieben, hat mit der Fassung für Orchester einen neuen Charakter erhalten: Viele grosse Stimmen, geradezu Legenden, zeigten hier ihr Können: von Régine Crespin bis zu Jessye Norman. Heute darf Berlioz allerdings auch schlanker als einst gesungen werden: Susan Graham und Anne Sofie von Otter zeigten neue Ansätze. Bei diesen Sängerinnen orientiert sich auch Judith Schmid? «Ich sehe mich eher in der Tradition des ‹schlanken› Singens, bin aber in gewissen musikalischen Momenten nicht abgeneigt, die Stimme etwas schwerer oder dramatischer klingen zu lassen. Dies jedoch aber immer im Sinne des musikalischen und sprachlichen Inhaltes und dessen Ausdrucksmöglichkeiten.»
«Schwer» und «leicht» sind nicht nur Merkmale der Stimmen der Interpretinnen, sondern der Lieder überhaupt: «In bestimmten Liedern hat Berlioz eine Musik komponiert, die eine melancholische, tiefe Seite zeigt, und in anderen hat er eine Leichtigkeit geschaffen, die eine besonders gute Stimmführung verlangt. Darin liegen für mich die persönlichen Schwierigkeiten und Freuden zugleich.»
BERLIOZ AUF dem Notenständer, die «Carmen» vor Augen? «Die Lieder sind hilfreich, nicht zuletzt, weil in Französisch gesungen wird, das Sprachgefühl bleibt gleich. Für die Dramatik einer Carmen, die auch ihre Leichtigkeit haben soll in ihrem Charakter und ihrem Spiel, kommt mir Berlioz sehr entgegen.»
Gespannt darf man auf diesen Liedzyklus sein, gebannt der «Carmen» entgegensehen.

 

 

 

 

 

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