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Auf den Spuren von Meister Anda

 

(Mittellandzeitung, Christian Berzins, 04. März 2010)

 

Da setzt einer Akzente. Sergey Koudriakov heisst der 31-jährige Pianist, der sich uns mit Schuberts D-Dur-Sonate D 850 auf CD empfehlen will: Er schafft das mühelos. Da wird entschlossen musiziert, nie aber affektiert. Koudriakov gibt klare Signale: «Freunde», scheint er zu sagen, «wir sind im frühen 19. Jahrhundert, lassen den Flügel nicht wie eine Dampfwalze über Schubert hinwegbrechen!»


Kein Wunder, ist ein Pianist mit einer solchen Gelassenheit auch ein Mozart-Interpret – noch mehr: Koudriakov gewann nicht nur den berühmten Geza-Anda-Wettbewerb in Zürich, sondern auch den Mozart-Preis desselben Concours. Unter der Konkurrenz war damals auch ein gewisser Nikolai Tokarew, dessen Karriere danach dank Sony-Vertrag steil nach oben führte. Der Geza-Anda-Preis war nicht der erste, aber wohl der entscheidendste für Koudriakov: Mit diesem Etikett lebt es sich im internationalen Pianistendschungel einiges leichter. «In der Persönlichkeit des 28-jährigen aus Moskau stammenden Pianisten Sergey Koudriakov verbinden sich beste russische Klaviertradition mit einem ausgeprägten Sensorium für weiche, nachdenkliche, sehnsuchtsvolle Ton- und Klangempfindungen», hiess es damals vonseiten der Jury.


Zu erkennen ist diese Kunst auf der erwähnten CD, die der Russe für Audite eingespielt hat: Aber Schubert zu spielen, das heisst auch, ein Poet zu sein – und gewiss werden bisweilen in den langsamen Sätzen die Linien zart gestreichelt. Doch atmen sie auch? Und das Tänzerische ist zwar als Geste erkennbar, doch es zuckt keinen in den Beinen, wenn er Koudriakovs CD lauscht. Für sein Mozart-Spiel hat er quasi ein Diplom erhalten und Schubert hat er eingespielt. Doch da gibt es noch viel mehr aus Koudriakovs Fingern: Sein Rezital-, Orchester und Kammermusik-Repertoire ist umfangreich und reicht von der barocken bis hin zur zeitgenössischen Musik.


Und so sucht er denn, wenn er nun viermal mit dem Aargauer Symphonie- Orchester auftritt, quasi die Mitte: Er spielt Franz Liszts (1811–1886) Konzert für Klavier und Orchester, Nr. 1, Es-Dur. Ein Werk übrigens, das Geza Anda am Anfang seiner Karriere wie kein Zweiter seiner Zeit beherrschte. Nicht nur der Pianist wird gefordert sein, sondern auch das Aargauer Symphonie-Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Douglas Bostock. Er zeigt einmal mehr eines seiner typischen vierteiligen Programme: Neben dem nicht allzu langen Klavierkonzert von Liszt gibt es ein Klang-Häppchen zu Beginn der jeweiligen zwei Konzertteile, danach noch einen Ausklang. Es sind dies Werke von Sergei Rachmaninow (1837–1943), Jean Sibelius (1865–1957) und Edvard Grieg (1843–1907).

 

KLANG-DICHTUNG
Aarau, Kultur- & Kongresshaus, 7. März, 17 Uhr, 9. März, 20 Uhr.
Baden, Trafo-Halle, 10. März, 20 Uhr.
Zofingen, Stadtsaal, 11. März, 20 Uhr.

 

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