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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

«Ich will in Hallwyl alle zwei Jahre spielen»

Der Chefdirigent des Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) Douglas Bostock verbrachte den Sommer in Hallwyl und dirigierte «Die verkaufte Braut». Nun fordert er, dass dort alle zwei Jahre Oper gespielt wird.

 

Christian Berzins Douglas Bostock, Ihr Sommer war geprägt von der Aufführung der «Verkauften Braut» auf Schloss Hallwyl. Eine gute Zeit?
Douglas Bostock: Eine sehr schöne und intensive Zeit, die für mich Mitte Juni begann: Das Ende der ASO-Saison kreuzte sich bereits mit den ersten Klavierproben für die Oper. Bis 25. August war ich fast ausschliesslich in der Schweiz und lebte in Lenzburg im Atelier des Müllerhauses. Es war wunderbar, ich hatte auch viele Gäste dort. Dazwischen gab es mal ein Konzert, mal einen Dirigierwettbewerb. Und die Woche nach der letzten Opernvorstellung verbrachte ich in Slowenien, wo ich eine Dirigierklasse eines Sommerlagers für Jugendliche leitete. Nun bin ich zurück › und der Sommer ist vorbei.

 

Ein Sommer ganz ohne Ferien?

Bostock: Richtig. Juni, Juli und August war die Agenda voll › aber mein Leben auch voller wunderschöner Erlebnisse.

 

Jetzt gehts fast direkt in die neue Saison ihres Aargauer Symphonie-Orchesters. Einmal mehr steht ein britisches Programm an. Sie lieben den Aargau und die Insel Reichenau, wo Sie leben. Aber im Herzen scheinen Sie immer noch ganz der Brite zu sein!

Bostock: Auch wenn ich auf der Reichenau lebe und oft in der Schweiz bin, bleibe ich weiterhin Brite. Aber ich dirigiere dieses Programm nicht aus Nationalstolz. Das können Deutsche, Japaner oder Schweizer auch sehr gut. Aber ich habe natürlich Vorlieben. Die erkennen Sie auch, wenn Sie meine Diskografie anschauen. Ich habe eine Reihe von zwanzig Aufnahmen mit englischer Musik. Mit dem ASO dirigierte ich bei meinem Einstandskonzert als Chefdirigent im November 2001 bereits einmal ein komplettes britisches Programm. Räto Tschupp hätte es ursprünglich dirigieren sollen. Auf dem Programm standen die «Enigma-Variationen» von Elgar. Ich sagte damals: «Ich komme gerne, dirigiere aber nicht die ‹Enigma-Variationen›.» Ich traute das dem Orchester nicht zu. Dieses Werk ist mir unheimlich nahe, wie eine eigene Haut. Ich habe es sehr oft dirigiert, habe es auch auf CD mit dem Royal Philharmonic eingespielt.

 

Und jetzt trauen Sie es dem ASO zu?

Bostock: Ja, aber das tat ich auch schon vor drei Jahren. Nun jetzt passt es allerdings bestens.

 

Sie dirigieren nächste Woche auch ein Werk von Sir Peter Maxwell Davies, in dem ein Dudelsack-Spieler auftritt. Was ist das für ein Werk?

Bostock: Peter Maxwell Davies gehört zur britischen Avantgarde, ist ein Enfant terrible, aber dennoch einer der bekanntesten Komponisten Englands. Unser Werk ist eines der am meisten aufgeführten neuen Orchesterwerke seit dem Zweiten Weltkrieg. Der Dudelsack-Solist Gunther Haussknecht kennt das Werk sehr gut. Fast immer, wenn es in Deutschland aufgeführt wird, tritt er auf. Ein tolles, kurzweiliges 13 Minuten langes Stück! Das Publikum wird von Herzen lachen.

 

Sie bieten vier eher kurze Werke. Wo höre ich das Zentrum des Abends?

Bostock: Das Hauptwerk sind die «Enigma-Variationen» von Elgar. Ich will mit diesem Programm aber die grosse Variabilität der britischen Musik des 20. Jahrhunderts zeigen. Mit Elgar den Vater der britischen Musik des 20. Jahrhunderts, mit Georges Butterworth einen Vertreter des Pastoral-Stils, der eben nicht nur von Vaughan Williams geprägt war. Mit Davies zeige ich das Enfant terrible. Und zu Beginn gibts weltbekannte Musik von Britten.

 

Mit Benjamin Brittens «Sea Interludes» aus der Oper «Peter Grimes» knüpfen Sie sogar an Ihren Opern-Sommer an. Wäre diese Meer-Oper eine mögliche Oper für Hallwyl in drei Jahren?

Bostock: Nein, ich fürchte nicht. Von der Art wie von der Szene nicht. Neben dem Schloss ist zwar Wasser, aber es liegt da sehr sanft und lieblich. Es gäbe anderes von Britten.

 

Wir werden sehen, was passiert. Es dauert ja noch drei Jahre.

Bostock: Oder auch nicht! Ich werde jetzt nämlich dafür kämpfen, dass die Oper auf Schloss Hallwyl neu alle zwei Jahre stattfindet. Spielen wir nämlich bloss alle drei Jahre, müssen wir jedes Mal von vorne beginnen: Mit dem Publikum, mit der Werbung, mit den Sponsoren . . . Spielen wir alle zwei Jahre, wird auch mehr Publikum kommen, denn man will einen Rhythmus, will seine Riten. Diese drei Jahre waren ja nie so gedacht. Das entwickelte sich aus Zufall, nicht aus reifen Überlegungen. Mal sehen, ob wir 2011 oder 2012 spielen. Falls es tatsächlich schon 2011 sein wird, müssen wir bald beginnen.

 

The Best of British Werke von Britten, Butterworth, Davies, Elgar. Solist: Gunther Haussknecht, Highland Bagpipes. Aargauer Symphonie-Orchester, Douglas Bostock. Aarau, 13. 9., 17 Uhr und 15. 9., 20 Uhr Kultur- und Kongresshaus. Baden, 16. 9., 20 Uhr, Trafo-Halle. Konzerteinführungen «Bostock & Co.» jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn.

 

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