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Ein Gebet und die Ode

 

Das Aargauer Symphonie Orchester gastierte im Basler Stadt-Casino.

 

(Basellandschaftliche Zeitung, Christian Fluri, 20.03.2009)

 

Ein engagiertes professionelles Musizieren, hohe Konzentration, Freude am Spiel, das sind Charakteristika des sympatischen Aargauer Symphonie Orchesters, das im Musiksaal des Basler Stadt-Casinos gastierte. Dass Chefdirigent Douglas Bostock intensiv mit und an dem Orchester arbeitet, war hörbar › gerade auch in der Symphony «Dharani» (2002) des 57-jährigen japanischen Komponisten Isao Matsushita. Typisch das Orchester sind die inhaltlich konzipierten Konzerte: Dieses war ein Musikalischer Appel an Humanität und Frieden.

Aaron Coplands «Fanfare for the Common Man» bildete eine Art Einleitung zum Gebet in Musik, Matsushitas Symphony «Dharani» («Wohltaten»). Zu Klangfeldern der Kontrabässe und hauchenden Figuren der Blechbläser zeichnete der Kalligraph Tetsuo Terasaki mit grossem Pinsel dicke schwarze Zeichen auf drei Leinwände und schuf so ganz im Sinne der Komposition eine sakrale Atmosphäre. Dazu trug Bostocks Auftritt mit weisser Schärpe und Tempelglocken mit bei. Raffiniert integriert Matsushita Elemente japanischer Musik in sein Orchesterwerk. Seine Klanggewebe erzeugen feine Reibungen. Klangschönheit ist hier bewusst gesetzt. Die Symphony steigert sich im dritten Satz, dem eigentlichen Gebetsteil, in rasante Rhythmen und verdichtete Klangfiguren › vom Orchester genau farbig und genau gespielt.

Dann Beethovens neunte Sinfonie, das grandiose künstlerische Plädoyer für eine humane Welt. Bostock lehnte sich in den Tempi an Beethovens Vorgaben an, beachtete aber zugleich geschickt die Möglichkeiten des Orchesters. In der klanglichen Gestaltung setzte er auf weichere Artikulationen und eine gute Balance. Da schlichen sich trotz aller Sorgfalt auch ein paar Patzer ein, so im ersten Satz (Allegro) oder zu Beginn des dritten (Adagio). Im zweiten Satz (molto vivace) verzichtete Bostock auf die zweite Wiederholung, folgte damit wieder einer traditionelleren Beethoven-Sicht.

Das Pathos der «Ode an die Freude» (vierter Satz) entwickelte Bostock aus dem Innern der Musik. Hier vermisste man dafür die ganz feinen Piani der das Thema entfaltenden Bässe und Celli. Das Solisten-Quartett sang ausdruckstark: René Koch mit kernigem, agilem Bass, der lyrische Tenor Yosep Kang weich modulierend, leider auch forcierend. Hell und klar der Sopran von Barbara Zinniker, schön zeichnend Judith Schmids Mezzosopran. Mit viel Ausdruckskraft sang der etwas gross besetzte Aargauer Festivalchor. Und das Publikum hatte seine Freude am Konzert.

 

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