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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

So klingt Mozart!

 

Mit Andreas Staier und Antonio Piricone spielte das Aargauer Symphonie-Orchester Mozart - und gefiel.

 

(Aargauer Zeitung, Franziska Frey, 20.01.2009)

 

Wie wird das Klavierkonzert für zwei Klaviere von Wolfgang Amadeus Mozart heute Abend wohl erklingen, wenn sich mit Andreas Staier und Antonio Piricone zwei Kenner und Könner des Spiels auf historischen Tasteninstrumenten an die modernen Flügel setzen? Dies fragte man sich am Sonntag in gespannter Erwartung beim Konzert des 3. Zyklus des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO) in Aarau. Und dem Publikum wurde mit einer fulminanten und zugleich stets innigen Interpretation der beiden Pianisten geantwortet.

So gestalteten Staier wie Piricone die Themen durch alle Sätze hindurch differenziert und phrasierten präzise, ohne Gefahr zu laufen, die grossen, richtungsweisenden Phrasen der inneren, die einzelnen Töne betreffende Gestaltung unterzuordnen. Dies führte zum Eindruck eines schier absoluten Gefühls für den Puls der Musik dieser Zeit, zu dem von beiden Pianisten nach zurückgehaltenen oder drängenden Passagen in völliger Natürlichkeit immer wieder zurückgefunden wurde. Eine Kunst, deren Beherrschung die Musik der Klassik in ihrem Wesen erfasst.

Nebst den Finessen der Phrasierung fiel auch die klangliche Gestaltung auf. Denn hörte man an konzertanten Stellen die ganze Resonanz der Flügel, bekam man auch warme lyrische Momente oder im Kern dumpfe, an einen Hammerflügel erinnernde Staccati zu hören, die zuweilen bis an die unterste Grenze der dynamischen Möglichkeit der Instrumente reichten.

Das Aargauer Symphonie-Orchester unter der Leitung ihres Chefdirigenten Douglas Bostock nahm die Agilität und den Ideenreichtum der Pianisten auf. Es begleitete genau und mit der nötigen Zurückhaltung, untermalte mit weichen Akkorden und entwickelte an den orchestralen Stellen auch einen eleganten sinfonischen Klang.

Überhaupt zeichnete sich das Orchester den ganzen Konzertabend hindurch durch grosse Flexibilität im Spiel verschiedener Gattungs- und Epochenstile aus. So bedurfte es für die an den Anfang des Konzertes gestellte Ballett-Suite von Maurice Ravel einer ganz anderen Eindringlichkeit als im darauffolgenden Klavierkonzert. Die Suitensätze, in denen der Komponist Märchensujets von Charles Perrault vertonte, stellten vor allem für die exponierten Bläser eine heikle Einstiegsaufgabe dar, was sich aber stetig zu einer gekonnten Umsetzung der darzustellenden Charaktere entwickelte. Als letzte Herausforderung nach diesen poetisch ausladenden Märchenbildern, nach dem angepassten Begleiten im Klavierkonzert und den Tanzsätzen im alten Stil von Ottorino Respighi musste sich das ASO zum Schluss des langen Konzertabends noch im sinfonischen Spiel beweisen - und tat dies mit der 4. Symphonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy mit Verve. Das Orchester startete bereits mit grosser Spielfreude, blieb jedoch immer präzise und wurde am Ende des ersten Satzes vom Dirigenten mit einem finalen Schlussspurt noch endgültig aufgeweckt. Diese ausgezeichnete Präsenz des Orchesters wie des Dirigenten führte auch dazu, dass der dritte Satz durch den ununterbrochenen Fluss der Phrasen besonders schön erklang. Der Abschluss des Konzertes hätte mit dem letzten Satz passender nicht sein können. Dieser erwies sich als kraftvoller, rascher Tanz, der einen zufrieden aus einem Konzert geleitete, das reich an Höhepunkten war.

 

Weitere Konzerte Heute Dienstag, 20. Januar, Aarau; 21. Januar, Baden; 23. Januar, Möriken.

 

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