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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Vom Klang und seiner Wirkung

 

Das Aargauer Symphonie-Orchester gastiert unter der Leitung von Douglas Bostock in der Zürcher Tonhalle vor fast vollen Rängen.

 

(Mittellandzeitung, Christian Berzins, 29.03.2008)


Regen Besuch der Konzerte des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO) ist man sich in Aarau gewohnt. Doch als unsereins am Donnerstagabend vor der Zürcher Tonhalle stand, an der Kasse und der Garderobe Gedränge herrschte, staunte man doch. Dank der Freunde des Zürcher Theaterclubs, der das ASO engagiert hatte, füllte sich die mehr als 1200 Plätze fassende Tonhalle fast komplett. So freudig die Stimmung der angereisten Aargauer beim Betreten der Tonhalle, so traurig die Gedanken beim Verlassen des berühmten Konzertsaales: Hatte sich hier nicht verletzend ehrlich gezeigt, wie schlecht die Akustik «zu Hause» ist, im grossen Saal des Aarauer Kultur und Kongresshauses (KuK) - von der Badener Trafohalle ganz zu schweigen?

Den spezifischen Orchesterklang des Aargauer Symphonie-Orchesters im Ohr erlebte man als KuK-Habitué schon in den ersten Takten von Brahms «Tragischer Ouvertüre» sein helles Wunder. Plötzlich waren da Akkorde nicht trotzig trocken, sondern weittragende Gebilde. Nun waren nicht einfach Streicher und Bläser nebeneinander zu hören (als Beispiel dient etwa Schumanns 4. Sinfonie), sondern da funkelten die Holzbläser unter der Streicherdecke verlockend hervor.

Das ASO blieb unter der Leitung von Douglas Bostock naturgemäss das ASO: ein Orchester, das grosse Qualitäten als geschlossene Gemeinschaft hat, das aber nicht an allen Positionen top besetzt ist. Daran änderte auch die Zürcher Tonhalle nichts - und  auch nicht die Zuzüger, die einige bereits anderweitig beschäftigte ASO-Stammmitglieder ersetzten. In Johannes Brahms Ouvertüre war das bitter zu erkennen - in Samuel Barbers Adagio für Streicher hingegen sorgte der zusammenhaltende Willen der Streicher für einen beglückenden Klangreichtum.

Gespielt wurden sozusagen die Eckpfeiler des Februar-Zyklus - neu hinzugekommen war der Pianist Karl-Andreas Kolly, der Edvard Griegs Klavierkonzert spielte. Nüchtern präzis, gar etwas zurückhaltend, aber dadurch viel Spannung einbringend, spielte Kolly den ersten Satz. Mit raffiniert verspielter Leichtigkeit ging er den zweiten an, um dann im dritten mit rhythmischer Prägnanz, aber grosser Detailvielfalt zu glänzen. Zum Schluss glich das Werk allerdings eher einem klischierten, donnernden Rachmaninow-Schinken, denn Bostock horchte gar ausgelassen die akustischen Grenzen des Saales aus.

Mitte September wird das Orchester wieder in Zürich auftreten, dannzumal in Stammbesetzung mitten in einem laufenden Zyklus - spannende Aussichten für das Orchester der Aargauer.

 

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