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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Im Dienste der französischen Musik

 

Eine Reminiszenz an Paris: Das Aargauer Symphonie Orchester begeisterte mit kühner Sinfonik und einer Solistin aus den eigenen Reihen.

 

(Mittellandzeitung, David Koch, 13.11.2007)

 

Die musikalische Aufforderung «Auf nach Paris!» assoziiert unweigerlich offenbachschen Operettenduft und macht vorschnell vergessen, dass die Stadt an der Schwelle zum 20. Jahrhundert bedeutendes und gar stilbildendes Orchesterschaffen hervorbrachte.

Das bekräftigte am Sonntag das Aargauer Symphonie Orchester bei seinem 2. Zyklus im ausverkauften Aarauer Kultur- und Kongresshaus mit Werken von Claude Debussy und César Franck. Die Leitung hatte seit langem wieder einmal ein Gastdirigent, und zwar der international erfahrene Moshe Atzmon.

Debussy war gleichsam die führende Gestalt der französischen Moderne und entwickelte eine farbenreiche, äusserst nuancierte Klangsprache. So trifft etwa in seinen «Danse sacrée et danse profane» die Harfe auf ein Streichorchester. Eigentlich eine vermeintlich undankbare Aufgabe für Lea Magdalena Knecht, die versierte Soloharfenistin des Aargauer Symphonie Orchesters: Die beiden Tänze - der eine feierlich entrückt, der andere ein mondän anmutender Walzer - entfalten dann ihre expressive Bewegung und ihr schillerndes Kolorit, wenn sich die Harfe trotz der geforderten Virtuosität nicht exponiert, sondern vielmehr mit den Streichern zu einem homogenen Ganzen verschmilzt. Dieser solistische Balanceakt gelang Knecht vorzüglich und ganz im Dienste einer faszinierenden Musik.

In der Nachfolge von Wagner und Liszt steht Francks d-Moll-Sinfonie, ein gewichtiges, aber eher selten gespieltes Werk. In seiner zyklischen Formbildung baut es auf kühne thematische und harmonische Einfälle und lebt von einer opulenten, ausdauernden Gestalt und einer auffällig subtilen Instrumentierung. Hier lief das ASO unter dem umsichtigen, aber unprätentiösen Dirigat Atzmons zu beeindruckender Form auf, präsentierte sich als wuchtiger, aber stets agiler Klangkörper mit feinen Einzelleistungen in den Holzbläsern, namentlich in der Klarinette und dem Englischhorn, und zielte mit dem ersten Motiv im Kopfsatz unabwendbar auf das Stretta-artige Finale.

Nicht ganz eine solche überzeugend stringente Dramaturgie erreichte das Orchester eingangs des Konzertes in Joseph Haydns Sinfonie Nr. 86, eine der so genannten Pariser Sinfonien, die der ansässige Konzertverein «Concert de la Loge Olympique» 1785 in Auftrag gab. Denn bereits rund hundert Jahre vor Franck und Debussy war auch Haydn angetan von den vielfältigen orchestralen Möglichkeiten in der französischen Metropole.

 

Weitere Konzerte

Dienstag, 13. November, 20 Uhr, Kultur- und Kongresshaus, Aarau.

Mittwoch, 14. November, 20 Uhr, Trafo-Halle, Baden.

 

 

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