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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Werke bedeutender Schweizer Komponisten in den Festsaal nach Muri gebracht

 

Das Aargauer Symphonie Orchester trat unter dem Motto «Swiss - Classics» auf, umrahmt von Haydn und Beethoven.

 

(Freischütz, Bettina Leemann, 24. Januar 2012)

 

Unter dem Motto «Swiss Classics» gastierte das Aargauer Symphonie Orchester (ASO) unter der Leitung von Douglas Bostock im Festsaal des Klosters Muri und beschloss damit seine aktuelle Tournee. Kernstücke des Abends bildeten der Liederzyklus «Mit Nacht und Nacht» von Peter Mieg und die «Musica luminosa» von Rudolf Kelterborn.

 

Das Konzert des ASO in Muri am vergangenen Samstagabend war sehr gut besucht. Dabei stellte sich die Frage, welche der Stücke auf dem Programmzettel wohl ausschlaggebend gewesen waren, dass so viele Zuhörerinnen und Zuhörer den Weg in den Festsaal des Klosters fanden. Lag dies tatsächlich an den beiden Schweizer Komponisten, die in der Mitte des Konzertes gespielt wurden? Oder freute man sich doch eher auf ein Wiederhören mit den beiden unverwüstlichen Altmeistern Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven?

 

Ein beeindruckender Tenor

 

Diese Frage ist leider nur schwer beantworten, doch dem Murianer Publikum lässt sich eine gewisse Neugierde und Offenheit gegenüber der Neuen Musik aus dem 20. Jahrhundert wohl kaum absprechen. Denn während der Pause konnten einige Stimmen vernommen werden, welche den nächtlichen Liederzyklus von Peter Mieg, meisterlich gesungen vom Tenor Valentin Gloor, mehr als nur interessant fanden. Dies trifft denn wohl auch den Kern der Sache. Miegs Liederzyklus, der übrigens vor genau 50 Jahren uraufgeführt worden war, bietet viel mehr als «nur» spannende Musik, die offene Ohren verlangt.

Dem Tenor Valentin Gloor gelang es mit seiner sehr kraftvollen und expressiven Stimme aber auch, die Stimmung des Zyklus ins Publikum zu übertragen. Auch das Orchester verstand es unter der Leitung seines Chefdirigenten, feingliedrig und feinfühlig der überaus komplexen Komposition Leben einzuhauchen.

Ähnlich verhielt es sich auch mit dem zweiten schweizerischen Werk, das vom Komponisten Rudolf Kelterborn stammt. Das Werk mit dem Titel «Musica luminosa» lässt rein schon vom Titel her – er bedeutet wohl soviel wie «Leuchtende Musik» – einiges an Klang erwartet. So verhält es sich in der Tat denn auch. Die Klänge, die hier auf das Publikum treffen, scheinen teilweise nicht von dieser Welt zu stammen, sondern aus einer anderen hellen Sphäre auf die Erde gekommen zu sein. Leuchtende Klangfarben und -akzente faszinieren, tauchen schimmernd auf und verschwinden wieder in neu aufscheinenden Klanggebilden.

 

Haydn und Beethoven bildeten den Rahmen

 

Eingebettet waren die beiden Werke des 20. Jahrhunderts zwischen die «Symphonie mit dem Paukenschlag» von Joseph Haydn und die 1. Sinfonie von Ludwig van Beethoven. Diese zwei gern gespielten Altmeister liessen die Brillanz des ASO unter Leitung von Douglas Bostock zum Ausdruck kommen. Während der erste Satz der «Symphonie mit dem Paukenschlag» Nr. 94 G-Dur noch etwas verhalten war, fanden die Musikerinnen und Musiker in den darauf folgenden Sätzen zu ihrer Form. Präzise, aber auch sehr inspiriert wurde die bekannte Sinfonie gespielt und zeigte deutlich, dass der Witz der Komposition auch heute noch in die Konzertsäle getragen werden kann.

Harmonisch und sehr kraftvoll, so wie man sich Beethoven eben vorstellt, präsentierte sich dann dessen 1. Sinfonie in C-Dur op. 21. Dieser ausdrucksstarken Musik hätte man so noch lange zuhören können. Bostock verstand es hervorragend, sein Orchester zu Bestleistungen zu animieren, ohne dabei an rhythmischer Präzision zu verlieren. Hier wird nicht einfach geschwelgt, sondern präzise und kraftvoll musiziert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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