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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Aargauer in Zürich bejubelt

 

(Aargauer Zeitung, Christian Berzins, 20. Oktober 2010)

 

Du meine Güte, wenn dieser Abend mal nicht in die Annalen des Aargauer Symphonie-Orchesters (ASO) eingeht. Nicht darum, weil man erneut in der Zürcher Tonhalle auftrat. Auch nicht (nur) wegen der Orchesterleistung, sondern vor allem wegen der Solistin Hisako Kawamura. Die 29-jährige Japanerin stürzte sich mit einer Entschlossenheit und Richtigkeit in die aufbrausende Kadenz von Beethovens 5. Klavierkonzert, dass man ob der Furchtlosigkeit ins Staunen geriet. Keinem Takt hing in der Folge etwas Beiläufiges an: Ihr Spiel war geprägt von Klarheit, aber da gab es unzählige Überraschungen: ein subkutanes swingendes Mitgehen da, eine poetische Verzögerung hier. Kurz: Da war viel Sinn für wahre Dramatik.

Einer anderen «5» Beethovens stellte sich das ASO danach, der berüchtigten 5. Sinfonie. Nie übertrieben pathetisch, sondern mit zügiger Kraft gingen Douglas Bostock und sein Orchester das Werk an. Im zweiten Satz hätte die eine oder andere Phrase mehr Ruhe verdient, mehr Gelassenheit im Abschluss. Doch wie klug, ja logisch Bostock den schwierigen 3. Satz gestaltete, wo das Unding eines stammelnden Orchesters zu überwinden ist, war beeindruckend. Und im Finale zeigte man sich erneut überlegt nüchtern im Klangrausch – geschickt auch die Temporelationen. Da konnte man es ertragen, dass einer der Hornisten am Montag mit dem falschen Fuss aufgestanden war.

Der Jubel in der fast vollen Tonhalle war enorm, grösser als in fünf Aarauer KuK-Konzerten zusammen. Wen wunderts: Im prächtigen Zürcher Saal kann sich ein Orchester nun mal entfalten.

 

 

 

 

 

 

 

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