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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Unterschiedliche Effekte

 

Aargauer Symphonie Orchester in Zürich

 

(Neue Zürcher Zeitung, Thomas Schacher, 17.06.2009)

 

Dass ein Sinfoniekonzert mit einer Ouverture beginnt, folgt einem bekannten Gestaltungsmuster. Dass das Aargauer Symphonie-Orchester (ASO) sein neustes Gastspiel in der Tonhalle Zürich aber gerade mit der Ouverture zur Smetana-Oper «Die verkaufte Braut» eröffnete, war eine bewusste Werbeeinlage. Denn im Sommer wirkt das ASO unter Chefdirigent Douglas Bostock als Begleitkörper in Peter Schweigers Freilicht-Inszenierung der Oper im Wasserschloss Hallwyl mit. Die Interpretation der Ouverture eignete sich zur Werbung: Sie zeigte einen Dirigenten, der klare Vorstellungen hat und diese auch umsetzen kann, sowie ein Orchester, das rhythmisch sattelfest ist und dynamisch diszipliniert spielt. – Bei den Hauptstücken kombinierte Bostock mit Max Bruchs Erstem Violinkonzert und Felix Mendelssohns Vierter Sinfonie zwei romantische Werke, die, entsprechend dargeboten, grossen Effekt erzielen können. Der japanische Geiger Tatsuo Nishie, Solist in Bruchs Konzert, ist aber alles andere als ein Effekthascher. Beim Spielen ruht er ganz in sich und gestaltet alles aus einer körperlichen Mitte heraus. Am schönsten gelang ihm der langsame Satz, dessen wunderbare Kantilenen er äusserst schlicht, ohne Zuckerguss gestaltete. Beim virtuosen Finale zeigte er sich als solider Techniker. Emotional hätte er aber mehr aus sich heraustreten müssen, um die sonst elektrisierende Wirkung dieses Satzes zu erzielen.

 

Als effektvoll im positiven Sinn darf man die Wiedergabe der «Italienischen» Sinfonie Mendelssohns bezeichnen. Wie schon bei der Ouverture musizierte das ASO im Rhythmischen sehr präzise, und der Dirigent setzte auch hier die Lautstärkedosierung als wichtiges Gestaltungsmittel ein. Klar setzte er die Ecksätze von den Mittelsätzen ab. Grosse sinfonische Gebärden gaben den Rahmen ab, Intimität und Transparenz beherrschten die beiden Mittelsätze. Unüberhörbar, dass zwischen dem Chefdirigenten und dem Orchester, das seit acht Jahren von ihm geführt wird, ein schönes Einverständnis herrscht. Als Zugabe folgte Rossinis Ouverture «La gazza ladra», welche die Elemente des Effektvollen in einem äusserst plakativen Sinn in sich trägt.

 

Zürich, Tonhalle, 15. Juni 2009

 

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