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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Musikalische Liebeserklärung

 

Das Aargauer Symphonie -Orchester spielt unter dem Motto «Theaterzauber» und überrascht einmal mehr mit ausgefeilter Klangkultur.

 

(Aargauer Zeitung, Walter Labhart, 12.05.2009)

 

Um glänzende Konzertideen nie verlegen, hat sich Douglas Bostock, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des ASO, für das letzte A-Programm dieser Saison etwas besonders Originelles einfallen lassen. Er verzichtete auf einen einzelnen Solisten und machte das Orchester zu einem solchen. Nicht genug damit - die Musik entstammt lauter Bühnenwerken. Die sonst im Orchestergraben zu spielenden Stücke beschworen schon im ersten Konzert in Aarau am Sonntagabend den thematisierten «Theaterzauber» herauf.

Wie um einen Vorgeschmack auf die Freilichtaufführungen von Smetanas komischer Oper «Die verkaufte Braut» im Wasserschloss Hallwyl (24. Juli bis 22. August) unter seiner Mitwirkung zu vermitteln, eröffnete das ASO das Programm mit der Ouvertüre zu ebendiesem beliebten Meisterwerk. Klang das einleitende Unisono wie aus einem Guss, einheitlich in der Dynamik und präzis im Rhythmus rasend schneller Achtelnoten, so waren in den folgenden Streicherpartien die einzelnen Sforzato-Akzente kaum als solche herauszuhören. Deswegen auf spieltechnisches Unvermögen schliessen zu wollen, wäre absurd.

Diese Interpretation entsprach vielmehr der gestalterischen Absicht des Dirigenten, der als ausgewiesener Kenner und Liebhaber des tschechischen Repertoires auch mit dieser Partitur gründlich vertraut ist. An die Ouvertüre schlossen sich aus demselben Werk eine Polka, ein Furiant und ein Sprungtanz an, die das ASO ganz aus dem Geist der böhmischen Volksmusik heraus spielte.

Liessen sich diese Tänze ihres kraftvollen Zugriffs wegen mit folkloristischen Holzschnitten vergleichen, so teilte das Tanzpoem «La Péri» von Paul Dukas mit impressionistischer Malerei die satte Farbigkeit des intensiv leuchtenden Orchesterkolorits. Bei so viel betörender Chromatik, sirrenden Klängen und ekstatisch bewegtem Farbenzauber musste der Funke sogleich auf das Publikum überspringen.

War es da dem atmosphärischen Reiz dieser Liebeserklärung an den Impressionismus aus dem (ursprünglichen) Orchestergraben erlegen, so zeigte es sich in der Ballettsuite «Sylvia» von Léo Delibes vom Charme der melodischen Erfindung und von deren subtiler Umsetzung begeistert. Mit einem Lieblingsstück des Dirigenten, der Suite aus Prokofjews Oper «Die Liebe zu den drei Orangen», brachte das ASO seine mit harter Disziplin erarbeitete Virtuosität nochmals zum Leuchten. Die extrem geforderten Streicher meisterten die vielen Tücken in der abschliessenden «Fuite» mit einer klanglichen Raffinesse und Souveränität, die bei diesem hervorragenden Klangkörper immer wieder fasziniert.

 

Wiederholungen Heute Di, 12. Mai, Aarau, KuK. Mi, 13. Mai, Baden, Trafo-Halle. Fr, 15. Mai, Wohlen, Casino. Jeweils um 20 Uhr.

 

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