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Medienmitteilungen
ASO-Portrait/Fotos

Shawl und Schellen

 

Das Aargauer Symphonie Orchester im Musiksaal.

 

(Basler Zeitung, Sigfried Schibli, 20.3.2009)


Für Dünkel besteht kein Anlass: Das Aargauer Symphonie Orchester gab im gut besetzten Musiksaal ein hörenswertes Gastkonzert mit Beethovens Neunter neben und nach Musik des 20. Jahrhunderts. Woher kamen nur all die Konzertbesucher? Viele aus dem Aargau, etliche waren von einer sponsernden Autofirma geladen, wieder andere Basler Publikum, das Beethovens Neunte im Original hören wollte. Und die wurde zu einem musikalischen Erlebnis – vor allem dank der unnachgiebigen, sich an Beethovens Metronomangaben orientierenden, interpretationsgeschichtlich auf der Linie von Toscanini, Fritz Busch und René Leibowitz liegenden Tempi des Dirigenten Douglas Bostock.

 

KONTINUITÄT.

Dieser unprätentiöse Brite steht seit bald acht Jahren an der Spitze des Aargauer Symphonie Orchesters und erzielt hörbar gute Resultate. Nur gerade gut sechzig Mitglieder zählte dieser Klangkörper bei seinem Basler Gastspiel, und von denen waren noch einige Zuzüger, darunter der Konzertmeister. Der Kopfsatz der Neunten hätte denn auch mehr Streichervolumen und Piano-Forte-Kontraste ertragen. Wichtiger war, dass die grossen Ausdruckslinien stimmten, dass die Musik nie im bloss Feierlichen stecken blieb und alle Gruppen künstlerisch in eine Richtung marschierten – auch die Solisten mit dem klar zeichnenden Tenor Yosep Kang und dem markanten Bass René Koch an der Spitze sowie der kompakt und homogen singende, auf unpathetisch fliessenden Gesang eingeschworene Aargauer Festivalchor.

 

KLANGFARBEN.

Vor der Pause gabs eine halbe Stunde Zeitgenössisches als Ohrenspitzer für Beethovens Freuden-Sinfonie und als Tatbeweis dafür, dass die Aargauer Musikkultur nicht bei Bruckner aufhört. Aaron Coplands «Fanfare for the Common Man» erfüllte, nachdem zwei verspätete Orchestermusiker auch noch den Weg aufs Podium gefunden hatten, den Saal mit schmetterndem Bläsersound. Und der Orchestersatz «Dharani» des Japaners Isao Matsushita, der von einem furios auf drei weisse Flächen schmierenden Kalligrafen auf etwas dubiose Weise eingeleitet worden war, entpuppte sich als intensive Klangfarbenstudie, die am Ende an Strawinskys «Sacre»-Dampfwalze erinnerte. Der häufig in Japan tätige Dirigent trat in der Montur eines Priesters mit Schellenklimbim und weissem Shawl auf, was nicht weiter störte.

 

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